Sebastian Seidler

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Sensible Filmkörper - Gaspar Noé

Er gilt als einer der großen Provokateure des europäischen Autorenfilms. Dabei hat das Kino des Regisseurs Gaspar Noé viel mehr zu bieten, als der undifferenzierte Fokus auf den Skandalwert seiner Filme suggeriert. Der Filmemacher ist ein begnadeter Formalist, der sich jedem seiner Themen mit großer ästhetischer Sensibilität nähert. Mit Blick auf „Vortex“ (ab 28. April im Kino), in dem es um Demenz, das Alter und den Tod geht, ergibt sich eine andere Perspektive auf sein Schaffen.

Von Sebastian Seidler

Formen des Vergessens

Die Menschen in den Industrieländern werden immer älter. Mit dem durchschnittlichen Lebensalter steigt auch die Zahl der Demenzkranken, was sich ebenso im Kino spiegelt. In den letzten Jahren erschienen vermehrt Filme zum Thema, etwa „The Father“ und „Supernova“; bald kommt mit „Vortex“ von Gaspar Noé ein weiterer hinzu. Sie alle ringen mit dem Problem der Darstellbarkeit: Wie lässt sich die Auslöschung von Erinnerungen in Bilder und Erzählungen fassen?

Von Sebastian Seidler