Margret Köhler

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Es ist gut, oder? - Senta Berger wird 80

Am 13. Mai feiert Senta Berger ihren 80. Geburtstag. Schon mit 16 Jahren stand die Schauspielerin zum ersten Mal vor der Kamera. Und wagte mit 23 Jahren den Sprung nach Hollywood, wo sie mit Frank Sinatra, John Wayne oder Kirk Douglas drehte. Nicht nur der Liebe zu Michael Verhoeven wegen zog es sie aber wieder nach Deutschland zurück. Eine Entscheidung, die sie nie bereut hat.

Das Gespräch führte Margret Köhler

Letzte Reserve

Die Kinos in Deutschland sind durch die Corona-Krise seit sechs Monaten in Folge geschlossen. Während es in den Nachbarländern erste Signale für Wiedereröffnungen gibt, fehlt es hierzulande weiterhin an Perspektiven, zumal staatliche Hilfen nur spärlich fließen. Unter den 1,2 Millionen Betroffenen der Filmbranche herrschen Frust und Enttäuschung. Manche stemmen sich aber auch mit trotzigem Optimismus gegen die politische Ignoranz.

Von Margret Köhler

Aus für „Filmecho/Filmwoche“

Nach 73 Jahren erscheint am Freitag, 18. Dezember 2020, die letzte Ausgabe der Filmbranchen-Zeitschrift „Filmecho/Filmwoche“. Der Axtmann-Verlag will sich künftig anderen Aufgaben widmen; die finanziellen Einbrüche der Corona-Pandemie haben das Ende besiegelt. Ein Nachruf auf eine Institution, die eng mit dem Kino als Medium verbunden war.

Von Margret Köhler

Fragen unserer Zeit - Milo Rau

Dorthin gehen, wo es weh tut. Das kann der Theater- und Filmemacher Milo Rau wie kaum ein Zweiter. In „Das Neue Evangelium“ (ab 17. Dezember im Streaming) orientiert er sich an der Passion Christi, transferiert die biblische Handlung aber ins heutige Süditalien und verfilmt sie als Revolte afrikanischer Migranten, die auf den Tomatenfeldern wie Sklaven schuften. Christliche Historie und die sogenannte „Revolte der Würde“ verbinden sich miteinander zu einer aufrührerischen Symbiose.

Von Margret Köhler

Die Mitte bricht weg - Julia von Heinz & "Und morgen die ganze Welt"

In ihrem politischen Drama „Und morgen die ganze Welt“ zeichnet die Regisseurin Julia von Heinz ein Bild von Deutschland, in das sie eigene Erfahrungen aus ihrer Jugend in linken Bewegungen einfließen lässt. Eine junge Jura-Studentin schließt sich einer Antifa-Gruppe an und mischt im Kampf gegen Neo-Nazis mit. Ein Gespräch über die Rebellion der Jugend, die Frage nach dem Einsatz von Gewalt und die Bedeutung des persönlichen Zugangs für Filmemacher.

Das Gespräch führte Margret Köhler

Trauer & Humor - Vadim Perelman über "Persischstunden"

Für den aus einer jüdischen Familie stammenden Regisseur Vadim Perelman, der in Kiew geboren wurde, aber im Westen aufwuchs und schließlich nach Kanada immigrierte,  war sein Film „Persischstunden“ ein Herzensanliegen. Die außergewöhnliche Geschichte erzählt von einem gefährlichen Täuschungsmanöver, mit dem ein jüdischer Belgier in einem Lager die Protektion eines SS-Offiziers erlangt.

Das Gespräch führte Margret Köhler

Mille Grazie, Signore Barbera - Das 77. Venedig-Filmfestival 2020

Die Hoffnung des „Mostra“-Direktors Alberto Barbera, mit dem Filmfestival in Venedig der Filmbranche neuen Mut einzuflößen, ist glänzend aufgegangen. Das Festival ächzte zwar unter den Corona-Bedingungen, feierte aber das Kino und die Filmkunst – und überraschte auch dadurch, dass acht von 18 Wettbewerbsfilmen von Frauen inszeniert worden waren. Den „Goldenen Löwen“ gewann das Road Movie „Nomadland“ von Chloé Zhao.

Von Margret Köhler