Esther Buss

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Das Kino, die Wirklichkeit und ich (IV): In die Körper geschrieben

Über eigene Krankheiten und den angegriffenen Körper zu schreiben oder sie filmisch zu dokumentieren und öffentlich zu machen, ist ein unabdingliches Mittel, um die Krankheit überhaupt erst sichtbar zu machen. In ihrem neuen Essay im Rahmen des Siegfried-Kracauer-Stipendiums beschäftigt sich Esther Buss mit Video-Tagebüchern, in denen die Erfahrung von Krankheiten geteilt wird.

Von Esther Buss

Aus der ersten Person #18: „Maman Maman Maman“ (2019) von Lucia Margarita Bauer

Autobiografische Familienfilme sind meist chronologisch oder linear aufgebaut. In dem mittellangen Film „Maman Maman Maman“ versucht die Regisseurin Lucia Margarita Bauer hingegen, die Schichten, Spuren, Stimmen und Überlagerungen ihrer Familie in einer überfordernden Gleichzeitigkeit spürbar zu machen.

Von Esther Buss

Erinnerungen an Tatjana Turanskyj

Die Filmemacherin, Autorin und Produzentin Tatjana Turanskyi (27.7.1966-18.9.2021) war eine Ikone des feministischen Filmschaffens, die von ihrem Spielfilmdebüt „Eine flexible Frau“ (2010) an die Zwänge und Widersprüche thematisierte, in denen sich Frauen in der heutigen Gesellschaft wiederfinden. Mit der von ihr mitgegründeten Initiative „ProQuote Film“ stieß sie wichtige Diskussionen innerhalb des deutschen Fördersystems an.

Von Esther Buss

Aus der ersten Person #17: „Ce répondeur ne prend pas de message“ (1978) von Alain Cavalier

Der französische Filmemacher Alain Cavalier feiert heute, 14. September, seinen 90. Geburtstag. In ihrem Kracauer-Blog spürt Esther Buss derzeit Cavaliers tagebuchartigen Journalen nach, die 1978 mit "Ce répondeur ne prend pas de message" ihren Anfang nahmen. Darin kappt ein Mann alle Kontakte zur Außenwelt und schließt sich hermetisch in einer Wohnung ein. Mit dieser Wendung ins Autofiktionale überwand Cavalier eine lange Schaffenkrise nach dem Tod seiner Ehefrau Irène Tunc.

Aus der ersten Person #16: „Être vivant et le savoir“ (2019) von Alain Cavalier

In „Être vivant et le savoir“ schaut der bald 90-jährige Alain Cavalier auf sein langes Leben zurück und seinem Ende entgegen. Mit Emmanuèle Bernheim will er deren Buch über den Freitod ihres Vaters verfilmen, doch dann erkrankt die Freundin und muss sich einer Therapie unterziehen. In ihrem Kracauer-Blog geht Esther Buss Cavaliers tagebuchartigen Erzählstrategien angesichts von Krankheit und Abschied nach.

Aus der ersten Person #15: „Diaries: 1971-1976“ von Ed Pincus

Der US-amerikanische Dokumentarist Ed Pincus schuf mit seinem 200-minütigen Werk „Diaries: 1971-1976“ ein Pionierwerk der persönlichen Dokumentation, indem er sieben Jahre lang obsessiv seine Frau, seine beiden Kinder und ihr gemeinsames Leben filmte. In ihrem Kracauer-Blog spürt Esther Buss der Faszination wie der Ambivalenz dieses monomanischen Unterfangens nach, in dem das Private und Intime als etwas verstanden wird, das auch andere angehen soll, angehen muss.

Das Kino, die Wirklichkeit und ich (III): MORGEN UND MORGEN WIEDER

Der Tagebuchfilm gilt gemeinhin als Urform des Ich-Sagens im First Person Cinema, der dem Zuschauer in direktester sowie intimster Art den Zugang zur Welt des Filmemachers eröffnet. In ihrem jüngsten Essay im Rahmen des Siegfried-Kracauer-Stipendiums spürt Esther Buss dem Genre nach, von Jonas Mekas bis zur Videografin Gina Kim.