Ralf Schenk

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Zwischen Protest und Propaganda

Beim 44. Polnischen Filmfestival in Gdynia spiegelte sich die tiefe gesellschaftliche Spaltung des Landes: Auf der einen Seite monumentaler propagandistischer Schwulst über die polnische Geschichte, auf der anderen kontemplative Provokationen, verstörende Vexierspiele und Arbeiten, die wieder ausgeladen wurden und nur durch Tricks doch noch zu sehen waren.

Von Ralf Schenk

Günter Kunert (6.3.1929-21.9.2019)

Der Lyriker und Schriftsteller Günter Kunert war auch ein streitbarer Drehbuchautor, der mit satirischen Beiträgen zur Kurzfilmreihe „Das Stacheltier“ begann, Krimis, Fernseh- und Kinofilme als Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse nutzte und auch Freude an experimentellen Zugriffen entwickelte.

Von Ralf Schenk

Filmliteratur: Golzow Forever

Eine Dissertation von Ulrike Häußer befragt das singuläre Mammutwerk von Winfried Junge, „Die Kinder von Golzow“, nach Themen, die bewusst oder unbewusst in der fast 50 Jahre umfassenden Alltagsstudie keine Platz gefunden haben. Die erfrischend andere Fragestellung tut der Beschäftigung mit dem „Golzow“-Zyklus gut.

Von Ralf Schenk

Mit Behutsamkeit. Hans Wintgens Filmbeobachtungen der DDR

In jüngster Zeit wird das Filmschaffen des bislang wenig bekannten DEFA-Dokumentaristen Hans Wintgen entdeckt. Die Autorin Anne Barnert nähert sich dem Werk mit gründlichen Sichtungen und lange Gesprächen mit Wintgen. Ihr schmaler Band ist ein wichtiger Beitrag zur deutschen Dokumentarfilmgeschichte.

Hans Menasse. The Austrian Boy

Nach dem Krieg kehrte Hans Menasse, der Vater von Robert und Eva Menasse, nach Wien zurück und betreute bei der UIP ein halbes Jahrhundert lang Hollywood-Stars während ihrer Besuche anlässlich von Filmpremieren. Über seine Begegnungen und Widerfahrnissen erzählt er in einer spannenden Biografie, die im Böhlau Verlag erschienen ist.

Von Ralf Schenk

Klassiker des ungarischen Films

Der Schüren Verlag setzt die Reihe mit Klassikern des osteuropäischen Kinos fort. Ein Lesebuch zum ungarischen Film versammelt 25 Filme in ansprechenden Einzelanalysen, die von Belá Baloghs „Tiefland“ (1920) bis zu „Sauls Sohn“ (2015) von Lásló Nemes ein weites Spektrum abdecken.

Von Ralf Schenk

Heinz Brinkmann (24.6.1948-4.4.2019)

Der Dokumentarfilmer Heinz Brinkmann war ein aufmerksamer, poetisch-humorvoller Beobachter des Alltags und griff in seinen Filmen oft gesellschaftliche Einschnitte und Umbrüche auf. Neben Werken über die ostdeutsche Wendezeit wurde er so auch zum subtilen Chronisten der Veränderungen auf seiner Heimatinsel Usedom.

Ein Nachruf von Ralf Schenk