Ralf Schenk

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Erinnerungen an Irm Hermann

Eine der freiesten und beweglichsten deutschen Schauspielerinnen ist tot: Irm Hermann (4.10.1942-26.5.2020) wurde von Fassbinder entdeckt und auf die Rolle der frustrierten Spießerin festgelegt. Doch sie wusste sich zu wehren, gewann Abstand und fand in Berlin Anschluss an viele interessante Milieus.

Von Ralf Schenk

Nachruf auf Renate Krößner

Der Part der unverdrossenen Schlagersängerin in „Solo Sunny“ war für Renate Krößner (17.5.1945-25.5.2020) die Rolle ihres Lebens. Doch auch sonst war die vielfältige Schauspielerin mit einem Temperament, „wie’s in unseren Breiten selten ist“, immer gut im Geschäft; wenn nicht auf der Leinwand oder im Fernsehen, so auf der Bühne, zunächst im Osten, später dann auch im Westen.

Von Ralf Schenk

Neues Filmbuch: The Sound of Fury. Hollywoods Schwarze Liste

Während der McCarthy-Schauprozesse in den USA wurden die Biografien vieler Filmschaffender zerpflückt, doch nicht ihre Filme. Dazu fehlte den Schnüfflern schlicht der Sachverstand. Dieses „Vakuum“ schließt jetzt ein reich bebilderter Sammelband, der jene „un-amerikanischen“ Werke der Verfemten ins Zentrum stellt.

Von Ralf Schenk

Klassiker des deutschsprachigen Dokumentarfilms

Ein Reader zum deutschsprachigen Dokfilm-Schaffen versammelt rund 140 Filme, von denen 50 ausführlicher vorgestellt werden. Eine gut lesbare Einführung in die Gattung Dokumentarfilm, die auch an echte Raritäten erinnert.

Von Ralf Schenk

Zum Tode von Otto Mellies

Der aus Pommern stammende Schauspieler Otto Mellies war in der DDR ein gefeierter Menschengestalter, der seinen Figuren in klassischen Dramen, Gegenwartsstoffen und Komödien subtile Nuancen verleihen konnte. Auch nach der Wende blieb er ein vielbeschäftigter Darsteller, der unter anderem in „Halt auf freier Strecke“ als Vater eines todkranken Mannes berührte und mit seiner sonoren Stimme ein gefragter Sprecher war.

Ein Nachruf von Ralf Schenk

Zum Tod von Jochen Mückenberger

In der Zeit zwischen 1961 und 1966 befreite Jochen Mückenberger (11.8.1926 – 14.3.2020) das DEFA-Studio als Direktor aus den Klammern der SED und bereitete einer anderen Filmpolitik den Boden, die mehr auf Autonomie und künstlerische Wagnisse setzte. Nach dem „Kahlschlag“ wurde er gefeuert; später leitete er die Staatlichen Schlösser und Gärten von Sanssouci.

Von Ralf Schenk