Ralf Schenk

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Nachruf auf Otto Hanisch

Der Kameramann Otto Hanisch war ein Meister des DEFA-Genrefilms. Fast vierzig Jahre lang fotografierte er Komödien, Western und historisch-biografische Filme. Als besondere Herausforderung empfand er die Arbeit mit der 70mm-Kamera. Mit „Signale – ein Weltraumabenteuer“ und „Orpheus in der Unterwelt“ drehte er zwei herausragende 70mm-Filme in der DDR. Nach dem Ende der DEFA zog er sich in die Malerei zurück.

Von Ralf Schenk

Nachruf auf den DEFA-Kameramann Roland Dressel

Der Kameramann Roland Dressel fotografierte in den 1970er- und 1980er-Jahren einige der bedeutendsten DEFA-Filme. Regisseure wie Rainer Simon, Roland Gräf oder Ulrich Weiß schätzten ihn für seine Bilderwelten, die sich den Geschichten unterordneten, aber zugleich mit immer neuen artifiziellen Einfällen aufwarteten. Im Alter von 89 Jahren ist Roland Dressel jetzt in Potsdam verstorben.

Von Ralf Schenk

Zum Tod von Helga Reidemeister

In vielen ihrer Dokumentarfilme, die seit den 1970er-Jahren entstanden, verknüpfte die Dokumentaristin Helga Reidemeister Privates und Politisches. Ihr Kino wider die Tabus erzählte von Gewalterfahrung, Wurzellosigkeit und dem trügerischen Streben nach Geld, aber doch immer wieder auch von der Hoffnung und der Überlebenskraft, Energie aus den Unbilden des Alltags zu schöpfen. Nach langer, schwerer Krankheit verstarb die Filmemacherin am 29. November in Berlin.

Von Ralf Schenk

Nachruf auf Tamara Trampe

Ohne die Dramaturgin und Regisseurin Tamara Trampe wäre der deutsche Dokumentarfilm der letzten Jahrzehnte nicht möglich gewesen. Als viel gefragte und hoch geschätzte Beraterin stand sie vor allem jungen Dokumentarfilmschaffenden zur Seite. Zugleich drehte sie filmische Essays, die stets aus persönlicher Betroffenheit und Anteilnahme resultierten. Am 4. November ist sie im Alter von 79 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben.

Von Ralf Schenk

„Wir bleiben treu“: Späte Premiere einer DEFA-Co-Produktion

Der 1986 in Angriff genommene Film „Wir bleiben treu“ sollte als Co-Produktion von sechs Staaten des Warschauer Pakts ein episches Panorama der Entwicklungen in den Ostblock-Staaten von der Zeit des antifaschistischen Widerstands bis in die jüngere Geschichte aufspannen; im Zuge der Wende kam das Mammutwerk aber nicht mehr in die DDR-Kinos. Jetzt feiert es am 4. November seine späte Premiere beim Filmfestival Cottbus. Über die konfliktreiche Entstehung eines Films zwischen Stalinismus und Perestroika.

Von Ralf Schenk

Filmfestival in Gdynia: Die Angst und die Macht

Das 46. Nationale Filmfestival in Gdynia (20.9.-25.9.2021) offenbarte Trends und Tendenzen der polnischen Filmkunst. Das aktuelle Kino im östlichen Nachbarland macht zumeist einen großen Bogen um politische und moralische Fragen der Gegenwart. Umso bemerkenswerter, dass die Jury ein Zeichen setzte und das LGBT-Drama „Fears“ mit dem „Goldenen Löwen“ auszeichnete. Der Justizkrimi „Leave No Traces“, der für Polen am „Oscar“-Rennen teilnimmt, gewann den „Silbernen Löwen“.

Von Ralf Schenk

Bildungs-Utopie - Maria Speth

In ihrem Dokumentarfilm „Herr Bachmann und seine Klasse“ taucht die Regisseurin Maria Speth in den Unterricht der multikulturell zusammengesetzten 6b in der hessischen Kleinstadt Stadtallendorf ein. Über die dreieinhalb Stunden werden die Entwicklungen der Schüler und die sanften Methoden des Lehrers Dieter Bachmann beobachtet. Ein Gespräch über das außergewöhnliche Projekt, das auf der „Berlinale“ 2021 den „Preis der Jury“ gewann.

Von Ralf Schenk