Marius Nobach

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Zum Tode von Robert Forster

Als Meister des klugen Minimalismus war der 1941 geborene Schauspieler ein gefragter Charakterkopf Hollywoods. Nachdem er bereits in den späten 1960ern reüssiert hatte, verhalf ihm nach einem Karrieretief Quentin Tarantino mit „Jackie Brown“ zu einem Comeback. Sein letzter Auftritt im „Breaking Bad“-Sequel „El Camino“ ist am 11.10. bei Netflix gestartet – dem Tag, an dem der Mime im Alter von 78 Jahren verstorben ist.

Von Marius Nobach

Interview mit Cristi Puiu

Der rumänische Regisseur Cristi Puiu zählte mit dem makabren Drama „Der Tod des Herrn Lazarescu“ (2005) zu den Begründern der „Rumänischen Welle“. Sein jüngstes Werk „Sieranevada“, das 2016 beim Filmfestival in Cannes im Wettbewerb uraufgeführt wurde, fand in Deutschland nichts ins Kino. Im Interview skizziert der Regisseur seine filmische Ästhetik und setzt sie zur Situation in Rumänien in Bezug.

Das Gespräch führte Marius Nobach

Film der Woche: Mein Leben mit Amanda

Ebenso ruhig beobachtet wie gefühlvoll erzählt der französische Filmemacher Mikhaël Hers von Trauer und Neufindung: Ein bisher durchs Leben gleitender Mittzwanziger aus Paris muss sich um seine siebenjährige Nichte kümmern, als seine Schwester bei einem brutalen Gewaltakt getötet wird. Aus Unsicherheit und Hilflosigkeit zögert er die Entscheidung heraus, ob er ihr gesetzlicher Vormund werden will.

Von Marius Nobach

Zum Tode von Jean-Pierre Mocky (6.7.1933-8.8.2019)

Der französische Regisseur Jean-Pierre Mocky drehte rund 60 Filme in ebenso vielen Jahren und machte in seinen bissigen Satiren und makabren Farcen vor keinem Tabu und keiner gesellschaftlichen Institution Halt. Trotz großer Flops und mancher durchwachsener Werke bewährte sich Mocky als einzigartige Stimme im französischen Kino, die kompromisslos mit den Mitteln der Komik gegen Korruption, Heuchelei und Selbstgerechtigkeit ins Feld zog. Ein Nachruf.

Von Marius Nobach

Was tun, wenn’s brennt?

Beim 37. Filmfest München brannte es auf der Leinwand. Das Feuer war als Motiv allgegenwärtig und diente immer wieder als Ausdruck für die entflammenden Leidenschaften oder den Ausbruch schwelender Konflikte. Neben einprägsamen filmischen Werken war aber auch zu spüren, dass das Festival um sein Profil ringt. Eine Bilanz.

Von Marius Nobach

Realität und Dichtung

Beim 37. Filmfest München waren in den ersten Tagen viele Filme zu sehen, deren Figuren die Spannung zwischen ihrem oft ernüchternd realen Leben und der Verheißung auf ein anderes Dasein am eigenen Leib erfuhren. Was sich auf der Leinwand als Spiel mit Wirklichkeit und Wunschexistenz in effektvollen, aber auch beunruhigenden Formen ausbreitet, spiegelt unterschwellig auch die verordnete Neuorientierung des Festivals wider.

Von Marius Nobach


Deutsche Einheit

Die Gesellschaft ist gespalten, die Filmwelt hält zusammen! So präsentierte sich die deutsche Filmbranche bei der 69. Verleihung der „Deutschen Filmpreise“ am 3. Mai 2019. Die Fähigkeit des Kinos, Widersprüche zu versöhnen, wurde bei der Gala immer wieder betont, gerade auch als Gegengewicht zur Polemik in den politischen Debatten. Das Bemühen um Einklang fiel dennoch manchmal recht holprig aus.

Von Marius Nobach