Marius Nobach

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Zum Tod von Jacques Perrin (13.7.1941-21.4.2022)

In den 1960er-Jahren machte sich der junge Schauspieler Jacques Perrin dank seines blendenden Aussehens und seiner introvertierten, melancholischen Erscheinung einen Namen im französischen und italienischen Film. Bald wurde er auch zum engagierten Produzenten, der die Politthriller von Costa-Gavras ebenso ermöglichte wie in späteren Jahren aufwändige Naturdokumentationen wie „Nomaden der Lüfte“. Ein Nachruf.

Von Marius Nobach

Der Kaltblütige: Zum Tod von Michel Bouquet (1925-2022)

Der französische Schauspieler Michel Bouquet (6.11.1925-13.4.2022) sah sich vor allem als Theaterinterpret, brillierte aber nichtsdestotrotz in einer über 70-jährigen Karriere auch in zahlreichen Filmrollen mit seiner Charakterisierungskunst. Vor allem bei Claude Chabrol lieferte er subtile Studien wohlgesättigter, skrupelloser Bürger. Er hinterließ aber auch großen Eindruck in den Rollen selbstgerechter Polizisten oder Politiker. Ab den 1990er-Jahren bot ihm das Kino zudem dankbare Altersauftritte als Mitterand oder Renoir. Ein Nachruf.

Von Marius Nobach

Triumph für "Coda"

In der Nacht vom 27. auf den 28.3.2022 wurden die 94. "Academy Awards" verliehen. Als bester Film wurde erstmals die Produktion eines Streamingdiensts geehrt: "Coda" von AppleTV+ über eine junge Frau, die das einzige hörende Mitglied einer Familie von Gehörlosen ist, inszeniert von Siân Heder. Ein sympathischer, wenn auch nicht ganz verdienter Sieg. Die Preisgala sollte die Vitalität Hollywoods demonstrieren, offenbarte aber auch Strukturprobleme.

Von Marius Nobach

„Oscar“-Nominierungen 2022

Am 27. März werden in Los Angeles die 94. „Oscars“ vergeben, deren Nominierungen am 8. Februar verkündet worden waren. Stattliche zwölf und damit die meisten Nominierungen konnte Jane Campions Cowboy-Drama „The Power of the Dog“ einheimsen, starke Konkurrenz hat die Neuseeländerin mit Kenneth Branaghs „Belfast“, Denis Villeneuves „Dune“ und Steven Spielbergs „West Side Story“-Neuverfilmung.

Berlinale 2022 - Corona-Widerstand und mehr

Die 72. „Berlinale“ war alles in allem ein echter Erfolg. Auch im eingeschränkten Betrieb erwies sich das Festival als krisenfest und verfolgte souverän seine filmischen Ansprüche. Zwar ließ sich die Corona-Pandemie nie ganz vergessen, doch ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept und eine vielfältige Filmauswahl sorgten für eine stimmungsvolle Festivalausgabe.

Von Marius Nobach

Berlinale 2022 - Blick für das Neue

Mit der Verleihung des „Goldenen Bären“ an das spanische Drama „Alcarràs“ ehrte die internationale Jury um M. Night Shyamalan einen herausragenden Film in einem insgesamt starken Wettbewerb. Auch wenn die aktuelle „Berlinale“ weiter mit den Pandemie-Bedingungen zu kämpfen hatte, leistete das Duo Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian mit einer Vielzahl preiswürdiger Filme viel Überzeugungsarbeit für seinen Zugriff auf das Festival.

Von Marius Nobach

Berlinale 2022 - Am Ende bleiben die Filme

„Filme können uns dabei helfen, die Einsamkeit zu überwinden“, erinnerte Carlo Chatrian anlässlich der Eröffnung der 72. „Berlinale“ an die grundlegende soziale Dimension von Kino und Kultur und stimmte damit indirekt schon auf den Eröffnungsfilm „Peter von Kant“ ein, eine Rainer-Werner-Fassbinder-Hommage von François Ozon. In der kämpft der deutsche Filmemacher mit sich und seinen Dämonen – und findet Trost und Halt in den eigenen Bildern.

Von Marius Nobach