Marius Nobach

132 Beiträge gefunden.

Zum Tode von Ned Beatty

Im US-Kino gehörte der Schauspieler Ned Beatty ab den 1970er-Jahren zu den beliebtesten Nebendarstellern. John Boorman, Robert Altman, Sidney Lumet und zahlreiche andere Filmemacher profitierten von Charme und Vielseitigkeit des rundlichen Darstellers aus Kentucky, der zwischen Verwundbarkeit und Autorität, Liebenswürdigkeit und Bedrohlichkeit alle Nuancen ausspielen konnte.

Von Marius Nobach

Kunst der Überwältigung - DDR-Filmplakate

Die Gestaltung von Filmplakaten wurde in der DDR Grafikern anvertraut, die besonders bei querformatigen Großflächen-Plakaten künstlerisch beachtliche Freiheiten erhielten. Ein attraktiver Bildband versammelt rund 160 Plakat-Entwürfe aus dem Bestand der Universität Erfurt sowie aus Privatbesitz, in denen die Vielfalt der Kinobewerbung in den 1960er-Jahren aufscheint.

Von Marius Nobach

Endlich wieder unter Menschen: Die Verleihung der "Oscars" 2021

Die Verleihung der 93. „Academy Awards“ verlieh dem angeschlagenen Nimbus der Filmpreise neuen Glanz. Die optimistische Grundstimmung mit Blick auf ein Ende der Corona-Pandemie verlieh der Präsentation eine intensive Atmosphäre, wobei sich die Union Station von Los Angeles zudem als ausgezeichnetes Ambiente für die Gala erwies, und auch die Preise gingen an die richtigen Filme und Akteure.

Von Marius Nobach

"Berlinale": Feier des Unvorhersehbaren

Die 71. Berliner Filmfestspiele (1.-5.3.2021) präsentierten ihr Programm erstmals auf digitalem Wege und beschränkt auf fünf Tage. Davon abgesehen zeigte sich die „Berlinale“ allerdings in Hochform, u.a. mit einem Wettbewerb von ungewöhnlicher Qualität und Vielfalt. Als trotziges Gegengewicht zur Corona-Apathie offenbarten sich viele Filme als Werke mit Begeisterung für ausgefeilte Erzählungen, formale Fantasie und humanistische Ansinnen. Eine Bilanz.

Von Marius Nobach

Das Versprechen von Nähe

Abstand und soziale Distanz prägen die Organisation der „Berlinale“ 2021, doch die Filme im Wettbewerb schlagen einen gegenteiligen Tonfall an. Die aktuellen Corona-Erfahrungen bleiben fast komplett außen vor. Stattdessen prägen sich bislang vor allem Filme wie „Memory Box“ oder Maria Schraders „Ich bin dein Mensch“ ein, in denen die Notwendigkeit von zwischenmenschlicher Nähe, Emotionen und geteilten Lebensinhalten im Fokus steht.

Von Marius Nobach

"Berlinale": Mit Filmen, ohne Publikum

Am Montag, 1. März, beginnt die „Berlinale“ 2021 – doch findet sie überhaupt statt? Zwar können Vertreter von Presse und Branche sowie die Jurys das „Berlinale“-Programm über fünf Tage hinweg sehen, doch alle anderen müssen auf die Filme bis zum zweiten Teil des Festivals im Juni warten. Das verleiht dem glamourlosen Online-Sichten ein seltsames Flair, erlaubt aber auch einen ablenkungsfreien Blick auf die Filmauswahl – und die verheißt einen spannenden „Berlinale“-Jahrgang.

Von Marius Nobach

Erinnerungen an Hal Holbrook

Der US-amerikanische Darsteller Hal Holbrook flößte mit seinem aristokratischen Aussehen und einer sonoren Stimme schon durch seine bloße Erscheinung Respekt ein und war im Kino immer wieder als Autoritätsfigur zu sehen. Seine wohl berühmteste Leinwandrolle spielte er mit reduzierten Mitteln und im Halbschatten als Watergate-Informant in „Die Unbestechlichen“. Durch präzise, hochemotionale Leistungen hinterließ er stets bleibenden Eindruck.

Von Marius Nobach