Lukas Foerster

60 Beiträge gefunden.

Abbas Kiarostami: Das Kino und sein Band zur Welt

„Der Film beginnt mit D.W. Griffith und endet mit Abbas Kiarostami.“ Dieses Zitat, das Jean-Luc Godard zugeschrieben wird, verdeutlicht den filmhistorischen Stellenwert der iranische Drehbuchautor und Regisseur Abbas Kiarostami. Aktuell widmen das Berliner Kino Arsenal und der Streaming-Dienst LaCinethek ihm eine Retrospektive. Anlass für ein Porträt eines filmischen Werks, das kongenial die Interaktion zwischen Kino und Leben auslotet.

Von Lukas Foerster

Im Labyrinth des Kinos: Nobuhiko Obayashi

Der japanische Regisseur Nobuhiko Obayashi (1938-2020) ließ Riesenhummer Klavier spielen, Kinder von Häusern fressen und unheimliche Elemente in vermeintlich alltäglichen Familienkonstellationen auftauchen. Obsessive Einsätze von Farben und Musik sowie die Nichtbeachtung gängiger Genreregeln blieben bis zuletzt sein Markenzeichen. Aktuell ist sein letzter Film „Labyrinth of Cinema“ beim Streaming-Anbieter Mubi zu sehen. Eine Würdigung.

Von Lukas Foerster

Die Chronistin - Die Regisseurin Ann Hui

Die Hongkonger Regisseurin Ann Hui zählt seit mehr als vier Jahrzehnten zu den wichtigsten Filmemacherinnen Asiens. Als zentrale Figur der Hongkonger Neuen Welle trat sie Ende der 1970er-Jahre mit politischen Filmen in Erscheinung, drehte aber auch Komödien, Melodramen, Horror- und Martial-Arts-Filme oder Thriller. Alle ihre Filme sind vom Individuum her gedacht, weshalb den Schauspielern darin stets eine besondere Rolle zukommt. Bei der 77. „Mostra“ wurde sie soeben mit einem „Goldenen Löwen“ für ihr Lebenswerk geehrt.

Von Lukas Foerster

Konfetti 48: Strange Days

Der letzte Beitrag von Lukas Foerster in seinem „Konfetti“-Blog führt zu den Überlegungen zurück, die vor über einem Jahr am Ausgang des Siegfried-Kracauer-Stipendiums standen. In der Schlusssequenz von Kathryn Bigelows „Strange Days“ (1995) und dessen Konfetti-Regen erblickt Foerster die nahezu logische Kulmination eines exzesshaften Science-Fiction-Films, aber auch die Verheißung, dass alles letztlich im Sog des Filmbildes aufgeht.


Ein Bewusstsein fürs eigene Medium

Stabwechsel beim Siegfried-Kracauer-Stipendium: Lukas Foerster beendet seine Exkursionen in die eher peripheren, aber höchst lebendigen Bereiche der Cinephilie und übergibt an Matthias Dell, der sich in den kommenden Monaten mit Essays und Blogs dem Thema „Sicherung des Filmerbes“ widmen will. Warum beide Bereiche mehr miteinander zu tun haben, als man auf den ersten Blick vielleicht vermutet, fördert das Gespräch der beiden Filmkritiker zutage. Ein Gespräch.

Konfetti 47: „Die goldene Nixe“

Der Badeanzug von Esther Williams in „Die goldene Nixe“ (1952) war ein Skandal, weil er die puritanischen Gender-Konventionen vor den Kopf stieß. Das von Mervyn LeRoy inszenierte Musical spielt allerdings nicht nur mit dem Bild des spektakulären Körpers, sondern lässt sich auch als eine kleine Theorie des Kinos interpretieren.

Von Lukas Foerster

Konfetti 46: „Wir machen Musik“

Das Kino erzählt beständig davon, wie sich Liebe und Musik gegenseitig bedingen. Helmut Käutners Revuefilm „Wir machen Musik“ (1942) führt das par excellence an der Beziehung eines Künstlerpaars aus, offenbart aber auch, wo Musik und Liebe auseinandergehen. Im 46. Beitrag zum „Konfetti“-Blog nimmt sich Lukas Foerster die Schlüsselszene des Films vor.