Die Spielregel

Drama | Frankreich 1939 | 113 Minuten

Regie: Jean Renoir

Auf einem französischen Schloß kommt es während einer Jagdfeier zu einem Ausbruch entfesselter Leidenschaften mit tödlichem Ausgang: Der Pilot André hat sich in die Hausherrin Christine verliebt. Die feine Gesellschaft weiß um die Affäre, verschweigt sie jedoch dezent. Ein zweites Eifersuchtsdrama spielt sich zwischen dem Jagdhüter Schumacher und dem Wilddieb Marceau ab, der Schumachers Frau den Hof macht. Als André und Christine sich nachts treffen, wird André von Schumacher erschossen, weil er ihn irrtümlich für Marceau hält. In Renoirs Meisterwerk verbergen sich unter einer komödiantischen Oberfläche Zeitkritik und bittere Skepsis; der Zusammenbruch der sanktionierten Lüge wird als sarkastisch-heiterer Reigen inszeniert, und die gesellschaftlichen "Spielregeln" jener Zeit entpuppen sich als selbstzerstörerische Konventionen. Daß Renoir die Stimmung im Vorkriegs-Frankreich präzise getroffen hatte, zeigte die Reaktion seiner Landsleute. Der Film wurde vom Publikum abgelehnt und im Oktober 1939 von der Zensur als "demoralisierend" verboten. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LA RÈGLE DU JEU
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1939
Regie
Jean Renoir
Buch
Jean Renoir · Carl Koch
Kamera
Jean Bachelet · Jacques Lemare
Musik
Wolfgang Amadeus Mozart · Monsigny · Camille Saint-Saëns · Johann Strauß
Schnitt
Marguerite Renoir
Darsteller
Nora Gregor (Christine de la Chesnaye) · Paulette Dubost (Lisette) · Jean Renoir (Octave) · Roland Toutain (André Jurieux) · Marcel Dalio (Robert de la Chesnaye)
Länge
113 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama
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