Berlin, Bahnhof Friedrichstraße, 1990

Dokumentarfilm | BR Deutschland 1990 | 85 Minuten

Regie: Konstanze Binder

Dokumentation über den Um- und Abbau der Grenzanlagen im Berliner Bahnhof Friedrichstraße im Jahr 1990. Ein teilweise kunstgewerblich anmutender Film voller Stereotypen, dem der analytische Ansatz fehlt und der zudem wenig Neues berichtet. Stattdessen werden Binsenweisheiten heraufbeschworen und bedeutungsschwangere Zusammenhänge hergestellt, die keiner näheren Überprüfung standhalten. - Ab 16 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
BR Deutschland
Produktionsjahr
1990
Regie
Konstanze Binder · Lilly Grote · Ulrike Herdin · Julia Kunert
Buch
Konstanze Binder · Lilly Grote · Ulrike Herdin · Julia Kunert
Kamera
Konstanze Binder · Lilly Grote · Ulrike Herdin · Julia Kunert
Musik
Jon Rose
Schnitt
Yvonne Loquens
Länge
85 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16 möglich.
Genre
Dokumentarfilm

Diskussion
Wie schnell doch die Zeit vergeht, und wie die Zeit manchen Dokumentarfilmen anhängt, denkt man anläßlich dieser Dokumentation über den Um- und Abbau der Grenzanlagen im Berliner Ost-West-Bahnhof Friedrichstraße im Jahr 1990. Nur fünf Jahre später und vieles von dem, was man hört, klingt schon wie bittere Ironie: der Wunsch einiger Frauen nach Beibehaltung des Abtreibungsgesetzes der DDR, die Unsicherheit der ehemaligen Grenzbeamten, was später aus ihnen wird, die Freude eines Bürgers der DDR, nun endlich doch noch zu seinem ersehnten Bob-Dylan-Konzert zu kommen, die Ansichten einiger Russen über die Freiheit des Geldes, alles scheint entrückt und nah zugleich.

Der historische Augenblick hat sich als Medienereignis in die Gegenwart verlängert. Denn eingeholt wurden die Sätze der Menschen vor allem durch ihre unentwegte Reproduktion.

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