Betrogen bis zum jüngsten Tag

Drama | DDR 1956/57 | 75 Minuten

Regie: Kurt Jung-Alsen

Zwei deutsche Soldaten erschießen im Jahr 1941 versehentlich die Tochter ihres Vorgesetzten. Sie verstecken die Leiche und zwingen einen Mitwisser zum Schweigen. Als der Tod des Mädchens sich nicht länger verheimlichen lässt, verfällt der Vater eines der Soldaten auf die rettende "Lösung" und macht russische Soldaten für die Todesschüsse verantwortlich. Diese Interpretation fällt zeitlich mit Hitlers Angriffsbefehl auf die UdSSR zusammen. In einem russischen Dorf nimmt die Kompanie denn auch brutale "Rache". Der von Gewissensbissen geplagte Mitwisser belastet daraufhin die wahren Täter, wird aber nicht ernst genommen und schließlich von ihnen getötet. Künstlerisch überzeugende DEFA-Produktion, ausgezeichnet gespielt und fotografiert und ohne die übliche Musikuntermalung. Die Meldung des "antifaschistischen" Films für das Festival in Cannes 1957 sorgte seinerzeit für erregte Diskussionen; der Film wurde schließlich außerhalb des offiziellen Programms gezeigt.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
DDR
Produktionsjahr
1956/57
Regie
Kurt Jung-Alsen
Buch
Kurt Bortfeldt
Kamera
Walter Fehdmer
Musik
Günter Klück
Schnitt
Wally Gurschke
Darsteller
Rudolf Ulrich (Obergefreiter Wagner) · Wolfgang Kieling (Gefreiter Lick) · Hans-Joachim Martens (Oberschütze Paulun) · Walther Süssenguth (Hauptmann von der Saale) · Renate Küster (Angelika)
Länge
75 Minuten
Kinostart
-
Genre
Drama | Literaturverfilmung
Diskussion

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