Science-Fiction | USA 1989 | 139/171 Minuten

Regie: James Cameron

Die Mannschaft einer tauchfähigen Ölbohrinsel auf der Suche nach einem in die Meerestiefe abgestürzten U-Boot voller Atomsprengköpfe. Das Unterwasser-Abenteuer gipfelt in der Begegnung mit Wesen von "außerirdischer Intelligenz". Dank des perfekten Einsatzes technischer Kabinettstücke gerät die naive und weitgehend unoriginelle Geschichte, die Versatzstücke unterschiedlicher Genres verarbeitet und zu einer naiven Heilsgeschichte hochstilisiert, über weite Strecken in Vergessenheit. Die 1993 herausgebrachte, 30 Minuten längere "Special Edition" verstärkt die ökologiekritischen Ansätze, besitzt eine ausgewogenere Gesamtkonzeption und schafft mit der bisher vernachlässigten inneren Spannung und Handlungslogik einen sinnvollen Ausgleich zu den aufwendigen Effekten. (TV-Titel: "Abyss - Abgrund des Todes"; Kinofassung der langen Version O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE ABYSS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1989
Regie
James Cameron
Buch
James Cameron
Kamera
Mikael Salomon · Dennis Skotak
Musik
Alan Silvestri · Robert Garrett
Schnitt
Joel Goodman · Howard E. Smith · Steven Quale
Darsteller
Ed Harris (Bud Brigman) · Mary Elizabeth Mastrantonio (Lindsey Brigman) · Michael Biehn (Lt. Coffey) · Leo Burmester (Catfish de Vries) · Todd Graff (Alan "Hippy" Carnes)
Länge
139
171 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Science-Fiction | Abenteuer

Heimkino

Die umfangreiche Special Edition (2 DVDs) enthält u.a. die 60-minütige Dokumentation "Unter Druck". Des weiteren sind sowohl die Kinofassung als auch der verlängerte "Director’s Cut" separat abrufbar.

Verleih DVD
Fox (2.35:1, DS engl., DD.5.1 dt.)
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Diskussion
Die Erinnerung ist noch relativ frisch an John Camerons erste Version von "Abyss" (fd 27 873), die vor fast genau vier Jahren in die deutschen Kinos kam. Fasziniert folgte man den Bildkompositionen des mit ungeheurem Aufwand in Szene gesetzten Unterwasser-Spektakels, wobei diese Faszination mit zunehmender Dauer einer Mißstimmung wich, die sich angesichts des völlig unmotivierten, holprigen Endes gar in Häme wandelte. Man konnte und wollte der immer wirrer werdenden Handlungslogik nicht mehr folgen, und was blieb, war der Eindruck eines extrem protzig daherkommenden Konglomerats einschlägig vertrauter Genre-Bilder ohne sonderliche Tiefe und Originalität. Nun, da es in Hollywood Mode geworden ist, veränderte Versionen bekannter Filme unter dem Schlagwort "Director's Cut" in die Kinos zu bringen (vgl. Artikel zu "Blade Runner" in fd 8/93, Seite 4), begegnet man auch "Abyss" wieder - in einer Fassung, die um fast eine halbe Stunde länger ist und einen verblüffenden neuen Eindruck hinterläßt. Ganz plötzlich stimmen die Proportionen, das Gesamtkonzept wirkt ausgewogener und auch die märchenhaft-naive Fabel macht plötzlich einen Sinn. Dabei wird die Bra

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