Das Fenster zum Hof (1954)

Krimi | USA 1954 | 112 Minuten

Regie: Alfred Hitchcock

Hitchcocks Versuch über die unersättliche Gier der Augen, über die Wonnen und den Alpdruck des Voyeurismus in Form eines spannenden Thrillers. Nach einem Unfall ist der Sensationsfotograf Jeffries an den Rollstuhl gefesselt. Neben den gelegentlichen Besuchen seiner Verlobten bleibt ihm nur der Blick aus dem Fenster in einen Hinterhof als alltägliche Beschäftigung. Aus den - natürlich indiskreten - Einblicken in die Fenster der gegenüberliegenden Wohnungen ergeben sich Geschichten. Ein Mann komponiert ein Musikstück, ein Paar verlebt Flitterwochen. Ein anderer Mann beginnt, sich seltsam zu verhalten. Langsam kommt in dem zur Untätigkeit verurteilten Beobachter ein Verdacht auf. Ein Mord könnte geschehen sein. Die Indizien verdichten sich. Schließlich lockt Jeffries den Mörder aus der Defensive. Mit einer einzigen Szene als Ausnahme bleibt die Kamera bei James Stewart, mit dem der Zuschauer sich identifizieren soll. Ein sehr spannender, dramaturgisch ausgefeilter Film ohne Schockeffekte. Einer der stilistisch klarsten und originellsten Filme Hitchcocks voller atemloser Spannung, weil der Zuschauer bald merkt, daß die Situation Jeffries der seinen gleicht. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
REAR WINDOW
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1954
Regie
Alfred Hitchcock
Buch
John Michael Hayes
Kamera
Robert Burks
Musik
Franz Waxman
Schnitt
George Tomasini
Darsteller
James Stewart (L. B. Jeffries) · Grace Kelly (Lisa Carol Fremont) · Wendell Corey (Tom Doyle) · Thelma Ritter (Stella) · Raymond Burr (Lars Thorwald)
Länge
112 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Krimi | Thriller | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. die 55-minütige Dokumentation "Rückblick aus dem Fenster zum Hof".

Verleih DVD
Universal (16:9, 1.66:1, DD2.0 engl./dt.)
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