Flucht nach Varennes

Drama | Frankreich/Italien 1982 | 122 Minuten

Regie: Ettore Scola

Als der französische König Louis XVI. im Juni 1791 aus dem revolutionserschütterten Paris nach Varennes flieht, folgt ihm zufällig eine Kutsche mit einer bunt zusammengewürfelten Reisegesellschaft: der gealterte Casanova, der amerikanische Unabhängigkeitskämpfer Thomas Payne, der findige Trivialautor la Bretonne, ein fortschrittlicher Industrieller, eine blasierte Comtesse mit ihrem Friseur. In den Gesprächen und Erlebnissen dieser kleinen Gruppe spiegeln sich die gesellschaftlichen Umwälzungen: das Ende des "ancien régime", das erstarkte bürgerliche Selbstbewußtsein, aber auch schon neu aufkeimender Opportunismus unter dem Deckmantel der Fortschrittlichkeit. Ein Film über die Revolution, aber nicht verstanden als Streit der Ideologien, sondern ein differenziertes Panorama der Ängste, Hoffnungen, Erinnerungen und Visionen. Regisseur Scola schildert seine Figuren (gespielt von einem hervorragenden Schauspielerensemble) mit liebevoller Genauigkeit, mit viel Witz und Charme und mit einem Schuß tragischer Ironie. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LA NUIT DE VARENNES | IL MONDO NUOVO
Produktionsland
Frankreich/Italien
Produktionsjahr
1982
Regie
Ettore Scola
Buch
Sergio Amidei · Ettore Scola
Kamera
Armando Nannuzzi
Musik
Armando Trovaioli
Schnitt
Raimondo Crociani
Darsteller
Jean-Louis Barrault (Restif de la Bretonne) · Marcello Mastroianni (Giacomo Casanova) · Hanna Schygulla (Comtesse Sophie de la Borde) · Harvey Keitel (Thomas Payne) · Jean-Claude Brialy (M. Jacob)
Länge
122 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

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