Engel und Narren

Literaturverfilmung | Großbritannien 1991 | 110 Minuten

Regie: Charles Sturridge

Die Heirat einer verwitweten Engländerin mit einem jungen Italiener sorgt für Aufregung in der Familie der Frau, die die vermeintliche Schmach vertuschen will. Als die Frau bei der Geburt eines Sohnes stirbt, mischen sich in den Standesstolz auch materielle Erwägungen. Das soziale und psychologische Problem der Fremdenfeindlichkeit als Thema einer Literaturverfilmung, der es trotz gediegener Ausstattung und geschliffener Dialoge nicht gelingt, die aktuelle Brisanz des Stoffes zu nutzen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
WHERE ANGELS FEAR TO TREAD
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
1991
Regie
Charles Sturridge
Buch
Tim Sullivan · Frank R. Pierson
Kamera
Michael Coulter
Musik
Rachel Portman
Schnitt
Peter Coulson
Darsteller
Helen Mirren (Lilia Herriton) · Rupert Graves (Philip Herriton) · Giovanni Guidelli (Gino Carella) · Judy Davis (Harriet) · Helena Bonham Carter (Caroline Abbott)
Länge
110 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Literaturverfilmung

Diskussion
1905. Auf Anraten ihres italophilen Schwagers macht die verwitwete Engländerin Lilia Herriton eine Italienreise. Monate später wird die Familie von der Nachricht entsetzt, Lilia habe sich in einen Italiener verliebt. Man schickt den Schwager aus, größeren Schaden für die Wohlanständigkeit zu verhüten. Indes, als Philip in dem toscanischen Nest Monteriano eintrifft, hat das Unheil bereits seinen Lauf genommen -Lilia und Gino, der viel jüngere Zahnarztsohn, sind ein glückliches Paar mit Trauschein.

Die Liebe einer Engländerin zu einem Italiener, über alle Konventionen, alle chauvinistischen Vorurteile hinweg - Ähnlichkeiten mit James Ivorys "Zimmer mit Aussicht" (fd 25 916) sind beileibe kein Zufall. Die Vorlage zu Ivorys Film wie zu diesem Kino-Regiedebüt stammt von demselben englischen Romancier, E.M. Forster. Und als wäre das

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