Billy Bathgate

Gangsterfilm | USA 1991 | 106 Minuten

Regie: Robert Benton

Ein Junge aus New Yorks Immigranten-Viertel, der es inmitten der wirtschaftlichen Depression der 30er Jahre zu etwas bringen will, verschafft sich Zugang zu dem das Viertel beherrschenden Gangsterboß Dutch Schultz. Mehr an den Menschen als an genreüblicher Action interessierter Film, dessen Intentionen von guten Darstellern unterstützt, aber leider von einem zu hintergrundlosen Drehbuch im Stich gelassen werden. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BILLY BATHGATE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1991
Regie
Robert Benton
Buch
Tom Stoppard
Kamera
Nestor Almendros
Musik
Mark Isham
Schnitt
Alan Heim · Robert Reitano
Darsteller
Dustin Hoffman (Dutch Schultz) · Nicole Kidman (Drew Preston) · Loren Dean (Billy Bathgate) · Bruce Willis (Bo Weinberg) · Steven Hill (Otto Berman)
Länge
106 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Gangsterfilm | Literaturverfilmung

Diskussion
Der Film versammelt eine Phalanx guter Leute nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera. Robert Benton, Autor von "Bonnie und Clyde" (fd 15 130) und Regisseur von "Kramer gegen Kramer" (fd 22 387), hat inszeniert, Tom Stoppard schrieb die Dialoge, Nestor Almendros (!) stand hinter der Kamera und Patrizia von Brandenstein war für die Ausstattung verantwortlich. Gute Aussichten, mit den Vorbildern zu konkurrieren, die in jedermanns Gedächtnis kommen, wenn es um Gangstergeschichten geht, von den James-Cagney-Filmen der 30er Jahre bis zu Scorseses "Good Fellas" (fd 28 549) und vor allem Sergio Leones "Es war einmal in Amerika" (fd 24 766). Doch hochgeschraubte Erwartungen helfen einem Film nicht, besonders dann nicht, wenn er trotz der großen Namen und trotz eines Budgets von 40 Millionen Dollar nur die Geschichte einer Handvoll Menschen erzählen will. Gerüchte über Bentons Mißlingen, über seine (angeblichen) Mißverständnisse mit Dustin Hoffman und über ein unpassendes Ende des Films, das geändert und nachgedreht werden mußte, belasteten zusätzlich die Rezeption in seinem Ursprungsland. D

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