Hafen im Nebel

Krimi | Frankreich 1938 | 89 Minuten

Regie: Marcel Carné

Ein Deserteur des Indochina-Heeres trifft in der nebligen Hafenstadt Le Havre eine junge Frau. Die beiden verlieben sich ineinander. Nur für zwei Tage und eine Nacht können sie miteinander glücklich sein: Der Deserteur, der sich vor der Polizei im Hafenmilieu versteckt, tötet den Vormund des Mädchens, der es mißbrauchen wollte. Er selbst wird von deren früherem Geliebten umgebracht, kurz bevor er das rettende Schiff für die Flucht erreicht. Eines der überzeugendsten Beispiele des poetischen Realismus des französischen Kinos jener Zeit. Es geht dem Film weniger um einen Kriminalfall als um den tragischen Konflikt zwischen einer niederträchtig korrupten Welt und dem Anspruch des einzelnen auf Glück. Ausschließlich in den Dekors von Alexandre Trauner gedreht, wird er von einem sehr stilisierten Fatalismus beherrscht, den die hervorragende Kamera durch konzentrierte Bewegungen noch unterstreicht. Das poetisch ins Bild gesetzte Le Havre spiegelt intensiv die inneren Stimmungen und Gefühle. (Kino O.m.d.U.) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
QUAI DES BRUMES
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1938
Regie
Marcel Carné
Buch
Jacques Prévert · Marcel Carné
Kamera
Eugen Schüfftan · Louis Page
Musik
Maurice Jaubert
Schnitt
René Le Hénaff
Darsteller
Michèle Morgan (Nelly) · Jean Gabin (Jean) · Michel Simon (Zabel) · Pierre Brasseur (Lucien) · Edouard Delmont (Panama)
Länge
89 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogische Empfehlung
- Sehenswert ab 16.
Genre
Krimi | Drama | Literaturverfilmung

Diskussion

Kommentieren