Lola (1981)

Drama | BR Deutschland 1981 | 115 Minuten

Regie: Rainer Werner Fassbinder

Ein anscheinend unbestechlicher und seriöser Mann, Flüchtling aus dem Osten, übernimmt in den 50er Jahren das Baudezernat einer deutschen Kleinstadt, in der eine korrupte Clique das Sagen hat. Als er sich in Unkenntnis ihres "Berufes" in eine Prostituierte verliebt und sie schließlich heiratet, verwickelt er sich in die Machenschaften der auf ihre Vorteile bedachten Bürger. Seine Anpassung an das korrupte System führt zu einer tiefen Resignation. Im Gewand einer populär erzählten Kolportage-Geschichte legt Fassbinder die Moral der "Adenauer-Ära" bloß, wobei er auch Klischees und grellen Kitsch nicht scheut. Dabei steht die manierierte Inszenierung der satirischen Absicht oft im Wege. (Zweiter Teil von Fassbinders "Wirtschaftswunder-Trilogie" und beeindruckendes westdeutsches Debüt des DDR-Schauspielers Armin Mueller-Stahl.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
BR Deutschland
Produktionsjahr
1981
Regie
Rainer Werner Fassbinder
Buch
Peter Märthesheimer · Pea Fröhlich
Kamera
Xaver Schwarzenberger
Musik
Peer Raben
Schnitt
Juliane Lorenz
Darsteller
Barbara Sukowa (Lola) · Armin Mueller-Stahl (von Bohm) · Mario Adorf (Schuckert) · Matthias Fuchs (Esslin) · Ivan Desny (Wittich)
Länge
115 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras der DVD umfassen u.a. ein Interview mit Barbara Sukowa zum Film (20 Min.). Die in den USA erschienene ausgezeichnete "Criterion Collection" enthält u.a. einen Audiokommentar von Fassbinderbiograf Christian Braad Thomsen sowie Interviews mit Barbara Sukowa (20 Min.) und Drehbuchautor Peter Märthesheimer (33 Min.).

Verleih DVD
Kinowelt/Arthaus (16:9, 1.78:1, Mono dt.)
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