Wunderjahre

Kinderfilm | Deutschland 1991 | 96 Minuten

Regie: Arend Agthe

Ein Jahr im Leben eines Waisenmädchens auf Probe bei einer Adoptivfamilie im Wirtschaftswunder-Deutschland des Jahres 1957. Aus der Perspektive des Mädchens erzählter Film, der zwar eine Vielzahl von Problemen anspricht, keines jedoch eingehender behandelt. Geboten wird indes eine perfekt ausgestattete und liebevoll inszenierte Geschichte, die das Unterhaltungsbedürfnis des jungen Publikums durchaus befriedigen dürfte. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1991
Regie
Arend Agthe
Buch
Rudolf Herfurtner · Arend Agthe
Kamera
Thomas Mauch · Michael Wiesweg
Musik
Matthias Raue
Schnitt
Ursula West
Darsteller
Silvia Lang (Hanna) · Gudrun Landgrebe (Hannelore Hoffmann) · Jens Weisser (Friedrich Hoffmann) · Christian Mueller-Stahl (Bernhard) · Kirill Falkow (Clemens)
Länge
96 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Kinderfilm

Diskussion
Irgendwo in Deutschland 1957, der Ortsname Mittelstadt ist Programm. Das Wirtschaftswunder greift, doch noch ist der Krieg nicht vergessen, der Alltag wird noch durch die Kriegsnachwehen geprägt. Das Rote Kreuz sucht vermißte Personen, Flüchtlinge aus dem Osten haben eine neue Heimat gefunden, Familienbande sind zerrissen, der ein oder andere ringt immer noch um seinen "Persil"-Schein. Aber da wird auch schon aufgerüstet, Nazi-Ideologen in gehobener Position können auf das "Vergessen" ihrer Mitmenschen vertrauen, die Amerikanisierung der Kinder-Generation ist im vollen Gang, die "Isabelle" mit Weißwand-Reifen ist der Traum einer jeden Mittelstandsfamilie und hier und da errichten findige Italiener die ersten Eisdielen. Das sind die Eckdaten und der materielle und (damit verbunden) ideologische Hintergrund zu Arend Agthes Jugendfilm "Wunderjahre

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