Mau Mau

Drama | Deutschland 1990/91 | 92 Minuten

Regie: Uwe Schrader

Schlaglichtartige Einblicke in das Leben einiger Menschen im Kiez-Milieu, im Mittelpunkt die von der Schließung bedrohte Striptease-Bar "Mau Mau" und ihre Besitzerin, Animiermädchen und Tänzerinnen sowie der gebrochene Ex-Mann der Geschäftinhaberin. Der zwischen Milieubeschreibung und fiktiven Schicksalen pendelnde Film ist trotz aller Bemühungen um Authentizität und Atmosphäre eine eher zwiespältige Gratwanderung, die die Personen im Rahmen von alkohol- und sexseliger "Alltags-Poesie" eher ausstellt als nachvollziehbar macht. Darstellerisch hervorragend.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1990/91
Regie
Uwe Schrader
Buch
Uwe Schrader · Daniel Dubbe
Kamera
Peter Gaube · Martin Lippl
Musik
div. Songs
Schnitt
Klaus Müller-Laue
Darsteller
Marlen Diekhoff (Inge Garske) · Catrin Striebeck (Rosa) · Myriam Mézières (Doris) · Peter Franke (Heinz) · Peter Gavajda (Ferdi)
Länge
92 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Drama

Diskussion
Uwe Schrader hat fast zehn Jahre gebraucht, um drei Spielfilme inszenieren zu können, was wohl auch einiges über die hiesigen Produktionsbedingungen besagt. Daß er sich nach "Kanakerbraut" (fd 24 411) und "Sierra Leone" (fd 26 648) nun ein weiteres Mal einer eher tristen Milieu-Beschreibung zugewendet hat, signalisiert zumindest autorielle Kontinuität, auch wenn "Mau Mau" nie so ganz klar macht, was Schrader eigentlich genau will. Wahrscheinlich soll man es mit einer seiner Figuren halten, nämlich mit Ferdi, einem unverbesserlichen Aufschneider und Macho, der sein mühsam zuammengestohlenes Geld lieber einer Frau zusteckt, um ihr zu imponieren, als es seinen Gläubigem zurückzuzahlen. Stolz verkündet Ferdi seinem Freund Heinz eine seiner "Lebenserfahrungen": "Du kannst die Frauen nur so nehmen, wie sie sind; Du kannst sie nicht so nehmen, wie sie nicht sind." Und so verhält es sich wohl auch mit "M

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