Die Liebenden von Pont-Neuf

Drama | Frankreich 1991 | 126 Minuten

Regie: Léos Carax

Ein heruntergekommener junger Asozialer, der sich unter der Pariser Brücke Pont-Neuf eingerichtet hat, begegnet einer jungen Malerin, die zu erblinden droht und sich aus ihrer bürgerlichen Welt in die der Außenseiter flüchtet. Ihre heftige Liebe erhält wider alle Umstände eine Zukunft, als sie ihre Ängste überwinden. In ausufernden Bildeinfällen und -kompositionen entwickelt der Film ein "ernstes Spiel" um Liebe, Leidenschaft, körperliche und seelische Zerstörungen; ein faszinierender Bilderbogen voller Impulsivität, pendelnd zwischen naturalistischer Beschreibung und märchenhafter Übersteigerung. - Sehenswert.

Filmdaten

Originaltitel
LES AMANTS DU PONT-NEUF
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1991
Regie
Léos Carax
Buch
Léos Carax
Kamera
Jean-Yves Escoffier
Musik
Les Rita Mitsouko · David Bowie · Iggy Pop · Arvo Pärt · Gilles Tinayre
Schnitt
Nelly Quettier
Darsteller
Juliette Binoche (Michèle) · Denis Lavant (Alex) · Klaus-Michael Grüber (Hans)
Länge
126 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert.
Genre
Drama | Liebesfilm

Heimkino

Verleih DVD
VCL (FF P&S, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Bilder als Chiffren, als am Anfang scheinbar ungeordnetes Material, ein Chaos aus akustischen und optischen Eindrücken; Dokumentarisches neben Inszeniertem, lose Fäden einer Erzählung, bevor sie sich zur Handlung verdichten, eine Stoffsammlung voller Atmosphären - so beginnt "Die Liebenden von Pont-Neuf. Eine nächtliche Autofahrt durch einen neon-erleuchteten Tunnel, das Glitzern der Seine, die Straßen von Paris, gesehen aus einem fahrenden Auto heraus. Ein verschmutzter, völlig heruntergekommener junger Mann torkelt über die Straße, bricht zusammen, ein Auto fährt über seinen Fuß; im Außenspiegel des Autos sieht man ihn auf der Straße liegen. Ein Mädchen mit einer Augenklappe geht vorbei. Ein Bus liest die Gestalten der Nacht ein: Junkies, Säufer, Obdachlose, Asoziale, Verrückte - Menschen voller Wunden, Narben, Tätowierungen, aufgefangen in einem Nachtasyl, wo sie notdürftig für den nächsten Tag versorgt werden. Auch Alex, der junge Mann, ist dabei, man verpaßt ihm ein Gipsbein. Er solle doch einmal überlegen, nur eine Sekunde seines Lebens, ehe es zu spät, rät ihm jemand; doch für Alex gilt nur ein Ziel: "Ich muß zur Brücke zurück!"

Die Brücke ist der Pont-Neuf, die älteste Brücke von Paris. Und auch sie ist voller Chiffren: sie verbindet die Ufer des Flusses, sorgt für Kommunikation und dafür, daß sich das Treiben auf beiden Seiten vermengen und austauschen kann. Von der Brücke aus sieht man die Menschen an den Ufern, doch sie selbst ist nur ei

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