Die wahre Geschichte von Männern und Frauen

Liebesfilm | Deutschland 1991 | 92 Minuten

Regie: Robert van Ackeren

Fünf Frauen wollen sich nach gescheiterten Männer-Beziehungen selbst therapieren, indem sie sich Abstinenz auferlegen und nach dem "neuen Mann" suchen. Doch ihre verlassenen "alten" Männer sowie ein als Hausmann angestellter "moderner" Verführer sorgen für unerwartete Bewegungen und Verwirrungen. Episodisch aufgefächerter Liebesreigen um schwache Männer und etwas weniger schwache Frauen. Hinter ironisch gestochenen Dialogen und schick gestylten Bildern offenbart sich eine überwiegend schale Nummern-Revue ohne tiefere Dimensionen.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1991
Regie
Robert van Ackeren
Buch
Robert van Ackeren · Catharina Zwerenz
Kamera
Jürgen Jürges
Musik
Peer Raben · Markus Lonardoni
Schnitt
Christel Suckow
Darsteller
Sonja Kirchberger (Eva) · Gudrun Gabriel (Charlotte) · Andréa Ferréol (Karla) · Halina Laska (Mascha) · Beate Jensen (Gudrun)
Länge
92 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Liebesfilm

Diskussion
Robert Van Ackerens Filme leben vom verführerischen Oberflächenreiz ihrer Bilder (und Dialoge), die sich immer dann, wenn sich der Zuschauer wie ins Netz einer Spinne hat einweben lassen, als brüchig und fadenscheinig erweisen. Dann tun sich hinter dem schicken Styling der "schönen" und heilen Welt unerwartete Abgründe auf, und die nicht minder schönen Menschen offenbaren sich als alles andere als überlegen und selbstsicher, nämlich als wankelmütig, unentschlossen und/oder kindisch - als "Zauberlehrlinge", die vorgeben, das Leben zu beherrschen, sich aber hinter den Rollen, die sie ausfüllen, nicht mehr finden. So unterschiedlich Van Ackerens Filme in ihrer vom jeweils aktuellen "Zeitgeist" durchtränkten Form auch sind, so erzählen sie doch stets "Geschichten von Männern und Frauen" und handeln von deren Beziehungen untereinander, von der "Reinheit des Herzens", die sich als pure Theorie erweist, wenn Liebe und Eifersucht aufeinanderprallen. So ist wohl auch der jüngste Filmtitel allenfalls als Ironie zu verstehen, mit der das genaue Gegenteil ausgedrückt wird: eine "wahre" Geschichte von Männe

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren