Stalingrad (1991/92)

Kriegsfilm | Deutschland 1991/92 | 138 Minuten

Regie: Joseph Vilsmaier

Der Versuch, die tragischen Ereignisse der Schlacht um Stalingrad in der Erlebnisgeschichte von fünf Soldaten zu personifizieren. Das mit großem Aufwand vor Augen geführte Kampfszenarium soll abschreckende Wirkung haben, aber die schwach konstruierte Handlung mit ihren stellenweise nicht sehr glaubhaften Zügen schadet dem Gesamteindruck. Als Antikriegsfilm gedacht, doch weitgehend vordergründig und trotz bemerkenswerter inszenatorischer Details nicht überzeugend. - Ab 16 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1991/92
Regie
Joseph Vilsmaier
Buch
Johannes Heide · Jürgen Büscher · Joseph Vilsmaier
Kamera
Rolf Greim · Klaus Moderegger · Peter von Haller · Joseph Vilsmaier
Musik
Norbert Jürgen Schneider
Schnitt
Hannes Nikel
Darsteller
Dominique Horwitz (Fritz Reiser) · Thomas Kretschmann (Leutnant Hans von Witzland) · Jochen Nickel (Manfred Rehleder) · Sebastian Rudolph (Gege Müller) · Dana Vávrová (Irina)
Länge
138 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16 möglich.
Genre
Kriegsfilm

Heimkino

Im Gegensatz zur extralosen Standardedition enthält die Special Edition (2 DVDs) u.a. die ZDF-Dokumentation "Stalingrad" (133 Min.) der beiden Regisseure Sebastian Dehnhardt und Manfred Oldenburg aus dem Jahr 2003.

Verleih DVD
Eurovideo (1.85:1, DD2.0 dt.); Special Edition: Eurovideo (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Es war zu erwarten, daß 50 Jahre nach der furchtbarsten Schlacht des Zweiten Weltkriegs die Medien Erinnerung reklamieren. Ohne Frage: das sinnlose Sterben von vielen hunderttausend Menschen auf beiden Seiten sollte über Generationen hinweg mahnen. Jetzt ist die "Erlebnis-Story" da, geschaffen von Joseph Vilsmaier ("Herbstmilch", fd 27 365, "Rama dama", fd 28 683), gestützt von einer Produktion, die mit ihrem U-Boot-Film "Das Boot" (fd 23 144) auf Welterfolge verweisen kann, hergestellt mit 20 Millionen DM, die überwiegend als Fördergelder flossen. Die Vorgaben sind ehrenhaft. "Wachrütteln" wollte Vilsmaier, vor allem die jungen Menschen angesichts eines neu aufkommenden Nationalismus', er wollte zeigen, was nie wieder geschehen darf: die sinnlose Opferung zahlloser Menschen auf Grund fanatischer Durchhaltebefehle. Vorrangig in dieser Botschaft ist die Vermittlung des Infernos und das hilflose Ausgeliefertsein an eine auf totale Zerstörung zielende Kriegsmaschinerie.

Das kaum Vorstellbare sollte auf zwei Wegen vermittelt werden: durch eine möglichst realistische Bildsprache und durch persönlichen Zugang über einfache Menschen. Da die Stadt Wolgograd nach 50 Jahren Aufbauarbeit kein geeignetes Motiv mehr bot, drehte man in einem Prager Abbruchviertel und später in Finnland. Das schränkte ein, auf lokale Identität und Umfeld war zu verzichten. Um so minuziöser wurde das Inferno der Nahkämpfe geplant: 12 000 Statisten, drei Tonnen Sprengstoff und 10 000 Schuß Munition setzte man in Aktion um, wobei wohl noch nie in einem deutschen Fi

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