Terror 2000 - Intensivstation Deutschland

Drama | Deutschland 1992 | 79 Minuten

Regie: Christoph Schlingensief

In einer ostdeutschen Stadt namens Rassau terrorisieren zwei ehemalige Geiselgangster Asylanten unter den Augen zweier unfähiger Kriminalbeamten, während Neonazis, eine Wunderheilerin und bürgerliche Politiker die Situation für sich auszunutzen versuchen. Eine tabulose, die Grenzen der Geschmacklosigkeit oft überschreitende Groteske, die aber hinter ihren "schmutzigen" Bildern provokativ Wahrheiten äußert.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1992
Regie
Christoph Schlingensief
Buch
Christoph Schlingensief · Oskar Roehler · Uli Hanisch
Kamera
Reinhard Köcher
Musik
Kambiz Giahi · Jacques Arr
Schnitt
Bettina Böhler
Darsteller
Alfred Edel (Rössler) · Udo Kier (Jablo) · Peter Kern (Kommissar) · Margit Carstensen (Kommissarin) · Susanne Bredehöft (Gangsterliebchen)
Länge
79 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Genre
Drama | Tragikomödie

Diskussion
Mit diesem nach "100 Jahre Adolf Hitler -Die letzte Stunde im Führerbunker" und "Das deutsche Kettensägenmassaker - Die erste Stunde der Wiedervereinigung" (fd 28 714) letzten Teil seiner "Deutschland-Trilogie" bohrt Christoph Schlingensief den Finger nun schmerzhaft tief in die Wunde deutscher Gegenwartspolitik. Ein paar Sekunden, wenn die Schwarz-Weiß-Kamera durch die Gänge eines Asylantenheimes streift, läßt Schlingensief in dem Glauben, er wolle sein Thema "dokumentarisch" angehen. Aber als dann "Farbe" ins Bild kommt und eine Stimme aus dem Off zu Unheil ankündigender Krimi-Musik eine Geschichte von Liebe, Haß, Sexualität und Tod verspricht, da ist man schon mittendrin in seiner geradezu entfesselten Aufarbeitung deutscher Gegenwart, genauso gewalttätig, pervers und zynisch wie die Realität.

Die beiden Gladbecker Geiselgangster, die vor Jahren die Republik in Atem gehalten haben, sind inzwischen wieder auf fre

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