Mein Mann Picasso

Biopic | USA 1996 | 125 Minuten

Regie: James Ivory

Die auf einer Picasso-Biografie beruhende Darstellung der Liaison Picassos mit der 40 Jahre jüngeren Françoise Gilot, die er 1943 kennenlernt und die ihn 1954 mit den beiden gemeinsamen Kindern Claude und Paloma verläßt, weil sie nicht eine Frau unter vielen sein will. Durch die Schauspielkunst Anthony Hopkins gelingt es dem Film zwar ansatzweise, die trotz aller Widersprüche faszinierende Ausstrahlung des großen Künstlers zu vermitteln; er versagt aber einen tieferen Einblick in Personen und Zeit, weil die episodenhafte Erzählweise und die allzu gediegene Inszenierung nicht zu einem dramaturgischen Ganzen verschmelzen. Auch in den Bildkompositionen nutzt der Film nicht die Möglichkeiten des Stoffes und bleibt so hinter dem Standard früherer Merchant/Ivory-Produktionen zurück. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
SURVIVING PICASSO
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1996
Regie
James Ivory
Buch
Ruth Prawer Jhabvala
Kamera
Tony Pierce-Roberts
Musik
Richard Robbins
Schnitt
Andrew Marcus
Darsteller
Anthony Hopkins (Picasso) · Natascha McElhone (Françoise) · Julianne Moore (Dora Maar) · Diane Venora (Jacqueline) · Peter Eyre (Sabartes)
Länge
125 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Biopic | Drama

Diskussion
Den definitiven Film über den wohl bedeutendsten Maler der Moderne Pablo Picasso (1881-1973) drehte Henri Georges Clouzot schon 1955: "Le Mystère Picasso" (fd 5 613). Den widersprüchlichen Charakter des Jahrhundertgenies zu beschreiben, blieb bis zu diesem Film von James Ivory Buchbiografien vorbehalten. Im Originaltitel, den man sinngemäß mit "Picasso überleben"/"Ich überlebte die Beziehung mit Picasso" übersetzen könnte, deutet sich schon etwas von Picassos Egozentrik an. Dem Drehbuch liegen nicht die Erinnerungen von Françoise Gilot zugrunde, deren Beziehung zu Picasso zwischen 1943 und 1954 hier filmisch aufgearbeitet wird, sondern Arianna Strassinopoulos' sorgfältig recherchierte und faktenreiche Biografie "Picasso, Genie und Gewalt". So blickt man weniger durch die Augen der Geliebten, sondern mehr vom Standpunkt eines neutralen Beobachters auf diesen Zeitabschnitt.

In Paris lernt Picasso 1943 in seinem Stammlokal die junge Malerin Françoise kennen. Obwohl er von seiner langjährigen Geliebten Dora Maar begleitet wird, flirtet er ungeniert mit der 21jährigen und lädt sie in sein Atelier ein. Françoise ist gleichermaßen fasziniert von dem Künstler wie dem Mann Picasso, der ihr eindeutige Avancen macht, ahnt aber auch die Schwierigkeiten, d

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