Jane Eyre (1995)

Drama | USA 1995 | 116 Minuten

Regie: Franco Zeffirelli

Eine im Waisenhaus aufgewachsene junge Frau verdingt sich Mitte des 19. Jahrhunderts bei einem mysteriösen Schloßherrn als Gouvernante und willigt schließlich ein, seine Frau zu werden. Neuverfilmung von Charlotte Brontës Roman, die äußerlich konventioneller und leidenschaftsloser ist als ihr berühmter Vorgänger ("Die Waise von Lowood", Regie: Robert Stevenson, 1944). Sie besitzt jedoch den Vorzug, dem Roman in der Gestaltung der Hauptrolle näherzukommen, und findet Raum für die Beschreibung erwachenden weiblichen Selbstbewußtseins in einem gesellschaftlich obstruktiven Milieu. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
JANE EYRE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1995
Regie
Franco Zeffirelli
Buch
Hugh Whitemore
Kamera
David Watkin
Schnitt
Richard Marden
Darsteller
William Hurt (Rochester) · Charlotte Gainsbourg (Jane) · Joan Plowright (Mrs. Fairfax) · Anna Paquin (die junge Jane) · Elle Macpherson (Blanche Ingram)
Länge
116 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama
Diskussion
Selten hat dieselbe literarische Vorlage zu zwei so grundverschiedenen Filmen geführt wie bei Robert Stevensons und Franco Zeffirellis Adaptionen von Charlotte Brontës Jane Eyre". Die 1944 erschienene Verfilmung - auch bereits die fünfte in der Filmgeschichte - ist ein aufwühlendes Schicksalsdrama, der neue Film eine eher pastellhafte Entwicklungs- und Liebesgeschichte mit unübersehbaren Hinweisen auf erste historische Anzeichen einer selbstbewußteren Weiblichkeit. Stevenson, der ein genauer Kenner der Geschwister Brontë war und sich jahrelang mit dem Studium der geschichtlichen Hintergründe ihrer Werke befaßt hatte, inszenierte trotz dieser Voraussetzung einen Film, der weiter von der Romanvorlage entfernt ist als Zeffirellis Neuverfilmung. Von einem rein filmischen Standpunkt hingegen ist es auch heute noch leichter, die Faszination nachzuempfinden, die der über ein halbes Jahrhundert alte Film damals auf das Publikum ausübte, während mehr als marginales Interesse für die optischen und dramaturgischen Qualitäten der Wiederverfilmung kaum aufkommt. Wenn die Anteilnahme an Zeffirellis Film dennoch wächst, je länger er dauert, so ist das hauptsächlich ein Verdienst der Hauptdarstellerin Charlotte Gainsbourg

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