Hexenjagd (1996)

Drama | USA 1996 | 122 Minuten

Regie: Nicholas Hytner

Verfilmung des klassischen Bühnenstücks von Arthur Miller um einen authentischen Fall von Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert in Neuengland und den sich anschließenden Schauprozeß, der das Leben vieler Unschuldiger kostet. Eher eine genaue Umsetzung als eine Neuinterpretation, vertraut der Film, zu dem Miller selbst das Drehbuch geschrieben hat, auf die innere Dramaturgie der einzelnen Szenen, bricht sie aber zugleich kinogerecht auf bei einer sparsamen und genauen Anwendung filmischer Mittel. Auch darstellerisch hervorragend. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE CRUCIBLE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1996
Regie
Nicholas Hytner
Buch
Arthur Miller
Kamera
Andrew Dunn
Musik
George Fenton
Schnitt
Tariq Anwar
Darsteller
Daniel Day-Lewis (John Proctor) · Winona Ryder (Abigail Williams) · Paul Scofield (Judge Danforth) · Joan Allen (Elisabeth Proctor) · Bruce Davison (Reverend Parris)
Länge
122 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung
Diskussion
Arthur Millers Stück über Hexenverfolgung bezieht sich auf einen authentischen Fall, der sich im Neuengland des Jahres 1692 zugetragen hat. Im Jahre der Veröffentlichung des Stückes indes, 1953, mußte jedem Theaterzuschauer der metaphorische Charakter des Dramas bewußt sein. Hinter der Darstellung der historischen Ereignisse verbarg sich eine unverhohlene Allegorie auf die Kommunistenjagd des "Kommitees für unamerikanische Aktivitäten" unter der Leitung des Senators McCarthy. Im Stück wie in Wirklichkeit ging es um Rufmord im Wortsinn; vordergründig um den Kampf gegen das Böse, gestützt von einem unerschütterlichen Glauben an die Richtigkeit des eigenen Tuns; in Wahrheit aber um gezielte Verleumdungen, um das Erpressen von falschen Geständnissen, um den Freikauf des eigenen Kopfes zum Preis der Denunziation. Das Stück "Hexenjagd" wurde zu einem Symbol für die antikommunistische Hysterie und zugleich zu einem der meistgespielten Dramen der Moderne. Über den direkten zeitgeschichtlichen Bezug hinaus zeichnet es sich, wie alle großen Theaterstücke, durch eine universelle Thematik aus, die für jeden Ort und jede Zeit Gültigkeit besitzen kann. Der Engländer Nicholas Hytner vermi

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