Michael Collins

Biopic | Irland/USA 1996 | 132 Minuten

Regie: Neil Jordan

Ein Ausschnitt aus dem Leben des irischen Freiheitskämpfers Michael Collins, der nur ansatzweise die Komplexität seiner Hauptfigur sowie der politischen und religiösen Parteienbildung erfaßt. Obwohl mehr dem Mythos als der Reflexion huldigend, ist der Film dennoch ein fesselndes Kinostück, das vor allem durch seine an Vorbildern der englischen Filmgeschichte orientierten Atmosphäre imponiert. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MICHAEL COLLINS
Produktionsland
Irland/USA
Produktionsjahr
1996
Regie
Neil Jordan
Buch
Neil Jordan
Kamera
Chris Menges
Musik
Elliot Goldenthal
Schnitt
J. Patrick Duffner · Tony Lawson
Darsteller
Liam Neeson (Michael Collins) · Julia Roberts (Kitty Kiernan) · Aidan Quinn (Harry Boland) · Alan Rickman (Eamon de Valera) · Stephen Rea (Ned Broy)
Länge
132 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Biopic | Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. eine informative, 50-minütige Dokumentation zum Film ("South Bank Show"). Die BD enthält zudem einen dt. untertitelbaren Audiokommentar mit Regisseur Neil Jordan sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (6 Min.).

Verleih DVD
Warner (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 1.78:1, dts-HDMA engl. DD2.0 dt.)
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Diskussion
Die Figur des Michael Collins hat historisch weitaus größere Bedeutung als die eines führenden irischen Freiheitskämpfers. Es ist die Komplexität des Mannes, die ihn zum Vorbild jeder Art von Aufbegehren gegen politische Fesseln und geistige Knebelung in unserem Jahrhundert gemacht hat. Collins war ein patriotischer Kämpfer und ein cleverer Stratege, ein rücksichtsloser Taktiker und ein überlegener Staatsmann, vor allem aber war er der erste Theoretiker des großstädtischen Guerillakrieges, wofür ihn Mao Tse-tung und Yitzhak Shamir bewundert haben. Ein Film über Michael Collins mußte all diesen Eigenschaften Genüge tun, falls er für sich in Anspruch nehmen will, der historischen Gestalt gerecht zu werden - in einem Zeitalter veräußerlichter Betrachtungsweise eine kaum zu realisierende Forderung.

Neil Jordans "Michael Collins", das sei gleich vorweg gesagt, wird seinem Helden und dem irischen Freiheitskampf nur ansatzweise gerecht. Er reduziert beide auf einen zeitlichen Ausschnitt von sechs Jahren (1916 bis 1922) und vermag an den Ereignissen dieser limitierten Periode weder die ganze Persönlichkeit seines Protagonisten noc

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