Die Denunziantin

Drama | Deutschland 1993 | 95 Minuten

Regie: Thomas Mitscherlich

Die Luftwaffenhelferin Helene Schwärzel denunziert 1944 den Widerstandskämpfer Carl Goerdeler und erhält vom "Führer" eine Million Reichsmark. Nach ihrer Flucht von Ostpreußen nach Berlin wird sie 1946 angezeigt und verurteilt. Inszenatorisch mißlungener Versuch, die Figur der weniger aus politischen Motiven handelnden als um Beachtung ringenden Verräterin zu beschreiben. Eher für das Fernsehen geeignetes Kammerspiel, das mehr langweilt als betroffen macht. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1993
Regie
Thomas Mitscherlich
Buch
Detlef Michel
Kamera
Thomas Mauch
Musik
Jens-Peter Ostendorf
Schnitt
Margot Neubert-Maric
Darsteller
Katharina Thalbach (Helene Schwärzel) · Dieter Schaad (Carl Goerdeler) · Dolly Dollar (Elisabeth Bethke) · Richy Müller (Walter Bethke) · Peter Fitz (Verteidiger)
Länge
95 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion
"Die Denunziantin" erzählt die Geschichte von Helene Schwärzel, die 1946 wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit vor Gericht steht. 1944 denunziert sie den wegen des gescheiterten Attentats auf Hitler gesuchten Carl Goerdeler und kassiert vom Führer eine Million Reichsmark "Kopfgeld". Der "Judaslohn" bleibt jedoch weitgehend unberührt auf ihrem Konto liegen, sie nimmt sich lediglich eine kleine Summe für ihre Flucht von Ostpreußen nach Berlin und spendet sogar Geld für die Bombenopfer von Königsberg. In Berlin findet sie eine vorläufige Bleibe bei dem Ehepaar Bethke, das die Denunziantin dann den Behörden meldet. Die Witwe Goerdelers will ein rechtsstaatliches Urteil und beauftragt den bekannten Anwalt und Freund der Familie Paul Ronge mit der Verteidigung. Ronge und dem den Fall bearbeitenden Untersuchungsrichter gelingt es, den für die Gerichtsbarkeit zuständigen französischen Offizier davon

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