Twin Town - Pretty Shitty City

Komödie | Großbritannien 1997 | 99 Minuten

Regie: Kevin Allen

Zwei ständig bekiffte Zwillinge mit notorischem Hang zum Autoknacken machen die walisische Hafenstadt Swansea unsicher. Als ihr Vater nach einem Arbeitsunfall keine Abfindung erhalten soll, nehmen sie die Angelegenheit in ihre Hand. Britisch-schwarze Anarcho-Komödie, grotesk überzeichnet, mit viel Lust an der Destruktion traditioneller Erzählstrukturen. Das satirische Spiel mit den Zwängen des Provinzlebens gleitet in der zweiten Hälfte jedoch zusehends in eine völlig überzogene Racheorgie ab, die einen zwiespältigen Gesamteindruck hinterläßt.

Filmdaten

Originaltitel
TWIN TOWN
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
1997
Regie
Kevin Allen
Buch
Kevin Allen · Paul Durden
Kamera
John Mathieson
Musik
Mark Thomas
Schnitt
Oral Norrie Ottey
Darsteller
Llyr Ifans (Julian) · Rhys Ifans (Jeremy) · Rachel Scorgie (Adie) · Huw Ceredig (Fatty) · Di Botcher (Jean)
Länge
99 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Komödie
Diskussion
Für Kontinentaleuropäer ist der britischen Humor oft mehr als nur eine Spur zu makaber. Nirgendwo anders wird respektloser, aber auch sarkastischer gelacht als im Vereinigten Königreich. In die Tradition der schwarzen Komödien reiht sich auch das Spielfilmdebüt des 35jährigen Kevin Allen, der mit tatkräftiger Unterstützung der Macher von "Trainspotting" (fd 32 052) seine walisische Heimat zum Zentrum einer aberwitzigen Sozialfarce erkoren hat. In der Hafenstadt Swansea regiert Spießigkeit, Korruption und biederes Mittelmaß, worin sich die arbeitslosen Pub-Genossen kaum vom Lokalmafiosi Bryn Cartwright unterscheiden, der von seiner Villa "Ponderosa" aus nicht nur das Baugeschäft, sondern auch die Kokainszene kontrolliert. Neben dem grauen Stahlwerk, dessen Kühltürme die Gegend mit Nebelschwaden tränken, zählen die Lewis-Zwillinge Jeremy und Julian zu den gefürchtetsten Erscheinungen der "pretty shitty

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