Kama Sutra

- | USA 1995/96 | 114 Minuten

Regie: Mira Nair

Indien im 16. Jahrhundert: Zwei seit ihrer Kindheit befreundete Frauen entzweien sich, als die eine in der Hochzeitsnacht den königlichen Ehemann der anderen verführt. Als der König die Verbannte als Kurtisane zurückholt, entbrennt ein tödlich endender Kampf um Gefühle und sexuelle Begierden. Der die Philosophie des altindischen Liebeslehrbuchs "Kamasutra" mit Beziehungs- und Gesellschaftsproblemen verbindende Film versucht, durch seine modernen Erzählstrukturen eine Verbindung zur Jetztzeit zu schlagen, scheitert aber an der oberflächlichen Personenzeichnung und seiner geschmäcklerischen Bebilderung. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
KAMA SUTRA: A TALE OF LOVE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1995/96
Regie
Mira Nair
Buch
Helena Kriel · Mira Nair
Kamera
Declan Quinn
Musik
Mychael Danna
Schnitt
Kristina Boden
Darsteller
Indira Varma (Maya) · Sarita Choudhury (Tara) · Naveen Andrews (König Raj Singh) · Ramon Tikaram (Jai) · Rekha (Rasa Devi)
Länge
114 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Das im dritten Jahrhundert nach Christus von Mallanaga Watsjajana verfaßte "Lehrbuch der Liebe" enthält in sieben in Prosa mit einigen eingestreuten Versen geschriebenen Kapiteln mit fast wissenschaftlicher Systematik nicht nur Anleitungen, wie man Frauen, bzw. Männer verführt oder wie Kurtisanen ihre Einnahmen steigern können. Das "Kamasutra" gibt auch kulturhistorisch wie kaum eine andere altindische Quelle Auskunft über das Leben der wohlhabenden Schicht, die Rolle der Frau, über Körperpflege und Gebräuche.

Diesen Kontext des mittlerweile besonders in der westlichen Welt eher als "Handbuch über Sex" gehandelten Werkes wiederzuentdecken, war die Intention der indischen Regisseurin Mira Nair. Gleichzeitig kehrt die ehemalige Dokumentarfilmerin, die nach dem weltweiten Erfolg ihres Spielfilmdebüts "Salaam Bombay" (fd 27 528) mit

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