Die Kammer

- | USA 1996 | 113 Minuten

Regie: James Foley

Ein junger Anwalt will seinen Großvater, dessen Hinrichtung kurz bevorsteht, aus der Todeszelle retten, in der dieser wegen des Mordes an zwei Kindern seit 30 Jahren einsitzt. Nach verschiedenen juristischen Manövern stößt er auf die Spur eines Mittäters und Anstifters aus den Kreisen des Ku-Klux-Klan. Romanverfilmung, die Gerechtigkeit und Humanität selbst in der Schuld und Mitschuld des Täters sucht, sich aber zunehmend in unglaubwürdige psychologische und nur angedeutete soziale Erklärungsmuster flüchtet. Behäbig in der Inszenierung, flach in der Figurenzeichnung. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE CHAMBER
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1996
Regie
James Foley
Buch
William Goldman · Chris Reese
Kamera
Ian Baker
Musik
Carter Burwell
Schnitt
Mark Warner
Darsteller
Chris O'Donnell (Adam Hall) · Gene Hackman (Sam Cayhall) · Faye Dunaway (Lee Bowen) · Robert Prosky (E. Garner Goodman) · Raymond J. Barry (Rollie Wedge)
Länge
113 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Der neueste Todeszellenfilm in einer fast als Modewelle zu bezeichnenden Reihe basiert auf einem Roman von John Grisham, dem Justizdramen-Lieferanten Hollywoods. Auch hier will sich der Delinquent zunächst nicht helfen lassen, auch hier stellt er sich als Unmensch dar, als schlimmster, der sich in Zeiten von political correctness denken läßt: ein Homosexuellenhasser und Rassist, Mitglied des Ku Klux Klan und schuldig am Tod zweier Jungen auf Grund eines in den 60er Jahren verübten Bombenanschlags. Schlimmer geht's nimmer, aber ihn zu verteidigen muß richtig sein. Denn mit diesem Vorhaben tritt der Enkel des Todeskandidaten an, nachdem Großvater bereits an die 30 Jahre sitzt: ein herzensguter Jura-Absolvent, bar jeglicher Laster und Gelüste, glattrasiert und - gekämmt, die

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