Der Polygraph

- | Kanada/Deutschland/Frankreich 1996 | 92 Minuten

Regie: Robert Lepage

Ein junger Mann im kanadischen Québec leidet an der Ungewißheit, ob er der Mörder seiner Geliebten sein könnte. Ebenso wie er selbst suchen die Polizei, eine Filmemacherin, eine Schauspielerin sowie deren aus der DDR geflüchteter Geliebter auf unterschiedliche Weise nach der Wahrheit, die sich immer mehr als grundsätzliche Suche nach einem Lebenssinn entpuppt. Ein handwerklich bestechender, zum Teil virtuos mit Zeit- und Bildebenen jonglierender Film, der jedoch in der zunehmend plakativen Häufung von philosophischen Sinnbildern seine thematisch interessanten Ansätze allzu sehr verwässert.

Filmdaten

Originaltitel
LE POLYGRAPHE
Produktionsland
Kanada/Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr
1996
Regie
Robert Lepage
Buch
Robert Lepage · Marie Brassard · Michael MacKenzie
Kamera
Guy Dufaux
Schnitt
Emmanuelle Castro
Darsteller
Marie Brassard (Lucie) · Peter Stormare (Christof) · Patrick Goyette (François) · Maria de Medeiros (Claude) · James Hyndman (Hans)
Länge
92 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Diskussion
Der Polygraph ist ein "Gerät zur gleichzeitigen Registrierung mehrerer Vorgänge und Erscheinungen", das sowohl in der Medizin als in der Kriminologie verwendet wird - in letzterem Gebiet als Lügendetektor. An ein solches Gerät wird zu Beginn des Films im kanadischen Quebec der Student und Gelegenheitskellner Francois angeschlossen, ist er doch als Haupttatverdächtiger in einen mittlerweile ein Jahr zurückliegenden Mordfall verwickelt. Ob er damals seine Geliebte ermordet hat, weiß Francois selbst nicht, hat es durch den Schock vergessen oder verdrängt. Jetzt quält ihn die Ungewißheit, und voller Angst und Hoffnung zugleich wartet er auf das Ergebnis des Lügendetektors. Doch die Antwort ist ernüchternd: Es sei unmöglich, so ein Polizist, mit Bestimmtheit zu sagen, ob Francois die Wahrheit sagt oder nicht. Einer endgültigen Wahrheit

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