Crime Time

- | Großbritannien/Deutschland 1996 | 114 Minuten

Regie: George Sluizer

Ein ehrgeiziger Schauspieler spielt im Fernsehen die aktuellen Morde eines Serienkillers nach. So mehren Mörder und Mime gegenseitig ihren Ruhm und entwickeln eine fast erotische Seelenverwandtschaft. Eine mit makabrem Realismus inszenierte ruhige, aber nachhaltig unter die Haut gehende Beziehungsgeschichte.

Filmdaten

Originaltitel
CRIME TIME
Produktionsland
Großbritannien/Deutschland
Produktionsjahr
1996
Regie
George Sluizer
Buch
Brendan Somers
Kamera
Jules van den Steenhoven
Musik
David A. Stewart
Schnitt
Fabienne Rawley
Darsteller
Stephen Baldwin (Bobby Mahon) · Pete Postlethwaite (Sidney) · Sadie Frost (Val) · Geraldine Chaplin (Thelma) · Karen Black (Millicent Hargreave)
Länge
114 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f

Diskussion
Abseits der großen Avantgarden der Filmgeschichte entstanden in den 60er Jahren im swingenden London einige augenscheinlich ganz und gar nicht mondäne Kriminalfilme. Und doch war ihr makabrer Realismus, war das Interesse für bürgerliche Konventionen und gescheitere Ausbruchsutopien, das sich in den Filmen von Jack Clayton oder Seth Holt spiegelte, so zeitgemäß, wie die Songs der "Kinks", die in den Charts von Sackgassen und Kleingartenidyllen sangen. Die Sängerin Marianne Faithfull agiert in der großartigen Eröffnungsequenz dieses Films wie ein Schatten, der sich aus dieser Zeit hinübergerettet hat. Weit gespenstischer als ihre Erscheinung ist das Ambiente einer Bar, in deren Halbdunkel eine handverlesene Komparsenschar ins Auge sticht. Jedes dieser ausdrucksstarken Gesichter verstößt so radikal gegen die Konvent

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