Ein Mann - ein Mord

Satire | USA 1997 | 107 (geänd. 101) Minuten

Regie: George Armitage

Ein von der Gesellschaft offensichtlich tolerierter Killer gerät in eine Identitätskrise. Er versucht durch das Wiedersehen mit seiner vor zehn Jahren von ihm sitzengelassenen Jugendliebe, seinem Leben einen neuen Sinn zu geben, was neidische Kollegen zu verhindern versuchen. Mißlungener Versuch einer Gesellschaftssatire auf den amerikanischen (Alb-)Traum vom Streben nach beruflichem Erfolg um jeden Preis. Inszenatorisch bieder und wenig pointiert in den Dialogen, gerät der Film eher zu einer Mischung aus romantischer Komödie und überdrehter Action, deren platte "Pulp Fiction"-Anleihen von der Einfallslosigkeit der Autoren zeugen. Er ragt allenfalls durch die sympathischen Hauptdarsteller aus dem Hollywood-Mittelmaß heraus. (Videotitel: "Grosse Pointe Blank") - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GROSSE POINTE BLANK
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1997
Regie
George Armitage
Buch
Tom Jankiewicz · D.V. DeVincentis · Steve Pink · John Cusack
Kamera
Jamie Anderson
Musik
Joe Strummer
Schnitt
Brian Berdan
Darsteller
John Cusack (Martin Q. Blank) · Minnie Driver (Debi Newberry) · Dan Aykroyd (Grocer) · Alan Arkin (Dr. Oatman) · Joan Cusack (Marcella)
Länge
107 (geänd. 101) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f (geänd.12) (DVD 16)
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Satire

Heimkino

Verleih DVD
Buena Vista (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Wenn ein Film schon mit der von rührigen Werbestrategien behaupteten Empfehlung angepriesen wird, er sei in bester "Pulp Fiction"-Tradition von einem Kult-Regisseur inszeniert worden, ist Vorsicht angesagt. Denn der Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur George Armitage hat es in seiner nun schon 30 Jahre währenden Hollywood-Karriere gerademal auf einen aus dem Mittelmaß herausragenden Film gebracht: den sarkastischen Thriller "Miami Blues" (fd 28 485). Und von einer "Pulp Fiction"-Tradition kann keine Rede sein. Allenfalls von einem mehr quantitativ als qualitativ ausgefallenen Nachahmungseffekt. Auch "Ein Mann - ein Mord" reiht sich nahtlos in die Epigonenschar Tarantinos ein, ohne auch nur im geringsten dessen innovativen Inszenierungsstil oder gar satirische Überhöhung zu erreichen. Dabei hätte die dem Drehbuch zugrundeliegende Story durchaus das Zeug zu einer pointierten Gesellschaftssatire: Mar

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