Die Apothekerin

- | Deutschland 1997 | 108 Minuten

Regie: Rainer Kaufmann

Eine alleinstehende 30jährige Apothekerin in Heidelberg, die sich bislang bei ihrem Wunsch nach bürgerlichem Glück selbst im Wege stand, gerät der Reihe nach an drei sehr verschiedene Männer und durch sie auf die Odyssee durch eine bürgerliche Schreckenswelt, bei der Mord, Intrigen, Eifersucht und Betrug zum Alltag werden. Mal makabre Komödie, mal bizarres Melodram, mangelt es dem formal durchaus bestechenden Film an einer dramaturgisch überzeugenden Struktur, so daß das abgründige Spiel mit verdrängten Wünschen und unterdrückten Trieben viel erzählerischen Leerlauf aufweist. - Ab 16 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1997
Regie
Rainer Kaufmann
Buch
Ralf Hertwig · Kathrin Richter
Kamera
Klaus Eichhammer
Musik
Ludwig Eckmann · Maximilian Geller
Schnitt
Ueli Christen
Darsteller
Katja Riemann (Hella Moormann) · Jürgen Vogel (Levin Graber) · Richy Müller (Dieter Krosmansky) · Isabella Parkinson (Margot Krosmansky) · August Zirner (Pawel Siebert)
Länge
108 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16 möglich.

Heimkino

Die Extras der 2. Auflage beinhalten u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und der Hauptdarstellerin.

Verleih DVD
Splendid/Ascot (1.85:1, MPEG2.0 dt.), 2. Auflage: Splendid/Ascot (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
DVD kaufen

Diskussion
Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis "Deutschlands erfolgreichste Kriminal-Autorin" als Stofflieferantin fürs Kino entdeckt wurde. Ingrid Noll, die 55jährig ihren ersten Roman ("Der Hahn ist tot"} veröffentlichte, feierte 1994 mit dem Bestseller "Die Apothekerin" ihren bislang größten Erfolg und wurde bereits als die deutsche Antwort auf Patricia Highsmith gefeiert. Allein diese Popularität dürfte auch der Verfilmung das Interesse sichern - auch wenn der Film vor allem die Schwächen der literarischen Vorlage plastisch vor Augen führt und sie sich fatalerweise zueigen macht: einer Vielzahl bestechender Detailbeobachtungen steht der eklatante Mangel eines tragfähigen erzählerischen Netzes gegenüber, so daß man vergeblich nach einem anhaltenden Spannungsbogen sucht und die Aufmerksamkeit zunehmend erlahmt.

Dabei ist die spröde Apothekerin

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren