Shooting Fish

- | Großbritannien 1997 | 122 Minuten

Regie: Stefan Schwartz

Um ihren Kindheitstraum von einem eigenen Zuhause zu verwirklichen, haben sich zwei Waisen in London zu einem Trickdieb-Duo zusammengeschlossen, das geldgierige Reiche zur Ader lässt. Kurz bevor sie die erstrebte Summe ergaunert haben, kommt ihnen eine junge Frau auf die Schliche, die ihrerseits in Geldnöten steckt, um ein Heim für behinderte Kinder vor der Schließung zu bewahren. Romantische Komödie mit märchenhaftem Einschlag, bestechend durch ihre Leichtigkeit. Als filmisches Pendant zur "Easy Listening"-Musikwelle frisch und unverbraucht, aber ohne jeden Bezug zur realen Welt. (Videotitel: "Kleine Fische, großes Geld") - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
SHOOTING FISH
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
1997
Regie
Stefan Schwartz
Buch
Stefan Schwartz · Richard Holmes
Kamera
Henry Braham
Schnitt
Alan Strachan
Darsteller
Stuart Townsend (Jez) · Dan Futterman (Dylan) · Kate Beckinsale (Georgie) · Nickolas Grace (Mr. Stratton-Luce) · Dominic Mafham (Roger)
Länge
122 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.

Diskussion
Von der wiedererwachten Vitalität des englischen Kinos zeugen nicht nur seine internationalen Erfolge oder die erstaunliche thematische Bandbreite.

Aufbruch und neue Kreativität signalisieren in letzter Zeit auch das zunehmende Interesse an formalen Experimenten. In Stefan Schwartz charmanter Komödie um zwei junge Betrüger sucht man vergeblich nach Anleihen des pointiert-sarkastischen Stils Marke Danny Boyle. Ebenso finden sich keine Bezüge zu den ironisch-herben Etüden in der Traditionslinie des sozialen Realismus. Als wollten Schwartz und Produzent Richard Holmes - die bereits als Leitfiguren einer "Multiplex-Generation britischer Filmemacher" gefeiert werden - die politische Zäsur der neuen Labour-Regierung auch auf der Leinwand markieren, dominiert ein neuer, seltsam träumerischer Ton ihre Arbeit: eine Art filmisches Pendant zur "Easy Listening"-Musik, die auch im Soundtrack entsprechenden Niederschlag gefunden hat. Beschwingt und flüssig gleitet die Gaunergeschichte dahin, frei vom Ballast der Gegenwart, die mehr oder

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren