Der Zufallslover

Komödie | USA 1996 | 94 Minuten

Regie: Matt Reeves

Ein Architekt ohne Job lernt bei der Trauerfeier die Mutter eines Kommilitonen kennen, der Selbstmord begangen hat. Beide nähern sich an und geben einander Halt. Doch eigentlich wäre der Mann lieber mit seiner Jugendfreundin zusammen, die gerade ihre Hochzeit hat platzen lassen und nun Abstand sucht, um ihre Orientierung wiederzufinden. Ganz langsam entwickelt sich zwischen den beiden eine zarte Liebe. Eine besinnliche Komödie, mit realitätsnahen Charakteren gefühlvoll und glaubwürdig erzählt. Auf sympathische Weise altmodisch anmutend, berührt der Film durch die Botschaft eines liebevollen Mit- und Zueinanders. - Ab 14.
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Filmdaten

Originaltitel
THE PALLBEARER
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1996
Produktionsfirma
Miramax
Regie
Matt Reeves
Buch
Jason Katims · Matt Reeves
Kamera
Robert Elswit
Musik
Stewart Copeland
Schnitt
Stan Salfas
Darsteller
David Schwimmer (Tom Thompson) · Gwyneth Paltrow (Julie DeMarco) · Michael Rapaport (Brad) · Toni Collette (Cynthia) · Carol Kane (Toms Mutter)
Länge
94 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogische Empfehlung
- Ab 14.
Genre
Komödie
Externe Links
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Diskussion
Ein Jahr nach erfolgreich abgeschlossenem Architekturstudium ist Tom Thompson noch immer ohne Job. Noch mißlicher wird seine Lage, als der Gutmütige eine Trauerrede auf seinen "besten Freund" hält, einen Kommilitonen, an den sich weder er noch jemand aus seinem Freundeskreis erinnern kann. Darüber lernt er die alleinstehende Mutter des Suizidenten kennen, die attraktive Ruth. Die beiden finden sich schnell - keine große, eher eine bedürftige Liebe und zugleich eine Beziehung gegen das Vergessen (des Toten). Viel lieber wäre Tom jedoch mit der zurückgekehrten Julie zusammen. Doch diese hat gerade ihre Hochzeit platzen lassen und würde gern für ein Jahr verreisen, um ihre Orientierung wiederzufinden. Letzteres verbindet die beiden, und so entwickelt sich langsam aus der vergeblichen eine zarte Liebe. Matt Reeves gelingt mit seinem Regiedebüt eine besinnliche Komödie, die stilistisch gut zu den Filmen von Robert Redfords Sundance Film Institute paßt: eine gelungene Mischung aus Beziehungsgeflecht und Reifungsprozeß, mittels realitätsnaher Charaktere gefühlvoll und glaubwürdig erzählt. Durch Story, Hauptdarsteller und Dekor wirkt der "altmodische" Film mitunter wie eine Fortsetzung von Mike Nichols' "Die Reifeprüfung" (fd 15 718). Doch der Film will mehr sein: Wie Tom vom völligen Vergessen des Verstorbenen berührt ist, weil er ein ähnliches Schicksal fürchtet, so berührt der Film, weil er etwas heutzutage etwas fast Vergessenheit Geratenes hervorhebt: ein letzlich liebevolles Mit- und Zueinander. - Ab 14.
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