Drama | Zimbabwe 1997 | 90 Minuten

Regie: Ingrid Sinclair

Die Geschichte zweier Mädchen, die sich als 15jährige der zimbabweschen Befreiungsarmee gegen die britischen Kolonialtruppen anschließen. Im Camp erfahren sie, daß Krieg wenig mit Romantik, dafür aber mit Schmutz, Hunger und Tod zu tun hat. Trotz ihres Einsatzes müssen sich die Frauen nach dem Sieg der Guerilleros ihren Platz im Leben des freien Zimbabwe mühsam erkämpfen. Ein lakonisch erzählter, linear strukturierter Film, der sein moralisches Anliegen, die Wahrheit über die Frauen im Rebellenkampf zu erzählen, konsequent realisiert. (O.m.d.U.) - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
FLAME
Produktionsland
Zimbabwe
Produktionsjahr
1997
Regie
Ingrid Sinclair
Buch
Ingrid Sinclair · Barbara Jago · Philip Roberts
Kamera
Joao Costa
Musik
Philip Roberts · Dick Chingaira
Schnitt
Elisabeth Moulinier
Darsteller
Marian Kunonga (Flame/Florence) · Ulla Mahaka (Liberty/Nyasha) · Norman Madowo (Danger) · Moise Matura (Che)
Länge
90 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Drama

Diskussion
Wichtige afrikanische Filme der letzten Jahrzehnte setzten sich mit Verbrechen der Kolonialmächte auseinander; die cineastische Rekonstruktion authentischer traumatischer Ereignisse sollte dazu beitragen, das Selbstbewußtsein der unabhängig gewordenen Völker zu stärken. Bereits Ende der 60er Jahre schlug ein Regisseur wie der Senegalese Ousmane Sembène auch andere Töne an: In Filmen wie „Die Überweisung“ (1968) und „Xala“ (1974, fd 19 714) kritisierte er die Zustände nach der Entlassung seines Heimatlandes in die Freiheit, die Korruption der nationalen Bourgeoisie, das Aufflammen von Stammesfehden, grassierende Armut und Arbeitslosigkeit, neue, schlimme Ungerechtigkeiten. Seine Analyse der Gegenwart war dabei ebenso kritisch und unbestechlich wie es sein zorniger Blick zurück gewesen war. Auch „Flame“ ist mehr ein Gegenwarts- denn ein historischer Film, obwohl die Mehrzahl der Szenen in den 70er Jahren spielt. Die in Großbritannien geborene, seit 1988 in Harare lebende Regisseurin skizziert die Geschichte zweier junger Mädchen, die ihr Heimatdorf verlassen und sich nach Moza

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