Washington Square

Drama | USA 1997 | 116 Minuten

Regie: Agnieszka Holland

Literaturverfilmung nach einer Emanzipationsgeschichte von Henry James: Die unscheinbare Tochter eines wohlhabenden Arztes überwindet trotz einer unglücklichen Liebe die Konventionen ihres Standes und findet gegen alle Widerstände zu ihrer Selbstachtung. Ein stilsicher inszeniertes, atmosphärisch dichtes Sittengemälde in epischer Breite, das den psychologischen Konflikt der zentralen Frauengestalt zum universellen Drama ausweitet, das freilich mehr Züge zur Wirklichkeitsflucht als zur erhellenden Bestandsaufnahme aufweist. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
WASHINGTON SQUARE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1997
Regie
Agnieszka Holland
Buch
Carol Doyle
Kamera
Jerzy Zielinski
Musik
Jan A.P. Kaczmarek
Schnitt
David Siegel
Darsteller
Jennifer Jason Leigh (Catherine Sloper) · Albert Finney (Dr. Austin Sloper) · Maggie Smith (Lavinia Penniman) · Ben Chaplin (Morris Townsend) · Judith Ivey (Mrs. Elizabeth Almond)
Länge
116 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Diskussion
Der Trend zu aufwendigen Adaptionen angelsächsischer Literaturklassiker dauert an. Nach den Forster-Verfilmungen von James Ivory, einer Jane-Austen-Welle und Virginia-Woolf-Stoffen ist jetzt Henry James mit gleich drei seiner Romane an der Reihe: Jane Campions „Portrait of a Lady“ (fd 32 327), Iain Softleys „The Wings of the Dove“ und Agnieszka Hollands „Washington Square“ gleichen präzisen, scheinbar kühlen Fresken, in denen das Leben der amerikanischen und britischen Upper Class vor dem Hintergrund subtiler Gefühle, verborgener Leidenschaften und nie zu Ende ausgesprochener individueller Dramen festgehalten wird. Am Oszillationspunkt der puritanischen Neuen Welt und des alten Kontinents beschreibt James vor dem stilisierten Dekor einer ritualisierten Epoche die in ein Korsett gezwängten Empfindungen von Frauen, die aus dem sie einschränkenden Wertesystem auszubrechen versuchen. Und da die beiden letzten Henry-James- Adaptionen von Regisseurinnen stammen, spricht zudem einiges dafür, daß die starken, gegen alle Wide

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