Boogie Nights

Drama | USA 1997 | 154 Minuten

Regie: Paul Thomas Anderson

Aufstieg und Fall eines jungen Pornodarstellers zwischen Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre. Umgeben von einem Filmteam, das einen familiären Zusammenhalt bietet, steigt ein junger Mann zum Topstar der Branche auf, bis ihn Drogensucht und Größenwahn sowie nachrückende Jungdarsteller verdrängen. Auch einige seiner Wegbegleiter suchen verzweifelt ein Leben außerhalb der Branche. Stilistisch versetzt sich der Film geschickt in die filmischen Moden jener Zeit und entwirft das schillernde Bild einer Epoche, die ein Leben in Libertinage außerhalb bürgerlicher Schranken propagierte. Ein in seiner Thematik und seiner Einlassung darauf gewiß kein unumstrittener, auf menschlicher Ebene aber durchaus bewegender Film, der bemüht ist, das Porno-Gewerbe weder zu diskreditieren noch zu verteidigen, sondern seine Macher mit ihren Lebensträumen nicht zuletzt als Symptome ihrer Zeit versteht.

Filmdaten

Originaltitel
BOOGIE NIGHTS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1997
Regie
Paul Thomas Anderson
Buch
Paul Thomas Anderson
Kamera
Robert Elswit
Musik
Michael Penn
Schnitt
Dylan Tichenor
Darsteller
Mark Wahlberg (Eddie Adams/Dirk Diggler) · Julianne Moore (Amber Waves) · Burt Reynolds (Jack Horner) · Don Cheadle (Buck Swope) · William H. Macy (Little Bill)
Länge
154 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Drama

Heimkino

Die Standard Edtition enthält keine bemerkenswerten Extras. Die Special Edition (2 DVDs) beinhaltet u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs, einen dt. untertitelbaren Audiokommentar mit den Darstellern Mark Wahlberg, Heather Graham, Don Cheadle, Luis Guzman, William H. Macy, Julianne Moore, John C. Reilly, und Melora Walters, elf vom Regisseur kommentierte, für den Film nicht verwendete Szenen (30 Min.) sowie eine sehenswerte Dokumentation zum Film (30 Min.).

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Der Film nimmt sich Zeit, und mit ihm die Kamera. Um den Swimmingpool des Porno-Regisseurs Jack Horner herum haben sich zahlreiche Gäste in Badekleidung zum lockeren oder auch geschäftlichen Plausch, zum Flirten, Trinken und Koksen eingefunden, und die Kamera nimmt sich, scheinbar willkürlich, einige von ihnen vor. Sie schwenkt von einem Gespräch zum nächsten, ohne dessen Ende abzuwarten, folgt dann einer jungen Frau in Richtung Pool – und taucht mit ihr zusammen ins Wasser ein. Eine symptomatische und einstimmende Szene vom Anfang: So lustvoll und bedingungslos wie hier taucht der Film über weite Strecken ab in die zweite Hälfte der 70er Jahre, jene Zeit, da die Hemden eng und bunt, die Hosenschläge weit waren, die vorherrschende Musik Disco hieß und die wohl blühendste Branche der Unterhaltungsindustrie die Pornografie war. Nicht um die distanzierte Darstellung eines verachteten Filmgenres und seiner Macher geht es dem 26 Jahre jungen Regisseu

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