Auf der Jagd

Action | USA 1998 | 131 Minuten

Regie: Stuart Baird

Ein Undercover-Agent, der des zweifachen Mordes beschuldigt wird, kann bei einem Gefangenentransport fliehen, als das mit Häftlingen besetzte Flugzeug abstürzt. Ein Deputy Marshal und sein Team machen sich auf die Suche und kommen dabei einer Geheimdienst-Verschwörung auf die Spur, deren Fäden am Sitz der Vereinten Nationen in New York zusammenlaufen. Ein handwerklich solide inszenierter Actionthriller, der sich als Fortsetzung des Films "Auf der Flucht" (1993) versteht. An die Stelle der dort interessant aufgebauten Gegenüberstellung von Jäger und Gejagtem tritt hier freilich ein über weite Strecken auf bloße Schauwerte setzendes Routineprodukt, das vor allem am mangelnden Profil der Hauptfiguren scheitert. Schauspielerisch bietet der Film daher kaum eine Herausforderung.

Filmdaten

Originaltitel
U.S. MARSHALS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
Stuart Baird
Buch
John Pogue
Kamera
Andrzej Bartkowiak
Musik
Jerry Goldsmith
Schnitt
Terry Rawlings
Darsteller
Tommy Lee Jones (Samuel Gerard) · Wesley Snipes (Sheridan) · Robert Downey jr. (Royce) · Joe Pantoliano (Renfro) · Kate Nelligan (Walsh)
Länge
131 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Genre
Action | Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Warner (16:9, 1.85:1, DS engl., DD5.1 dt.)
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Diskussion
Während der Originaltitel eher nichtssagend klingt, hängt sich der deutsche Verleih deutlich an jenen Film, dessen Sequel „Auf der Jagd“ sein will: „Auf der Flucht“ (fd 30 442) war ein brilliant inszenierter Actionfilm, entstanden nach Motiven einer Fernsehserie, eine Variation über das Hitchcocksche Thema „Unschuldig gejagt“. Seine Attraktivität erhielt der Film weniger durch seine äußere Dynamik und die spektakulären Schauplätze als vielmehr aus der komplexen, ständigem Wandel unterzogenen Beziehung zwischen Jäger und Gejagtem. Harrison Ford mußte sich als des Mordes Verdächtigter nicht nur einem zunehmend außer Kontrolle geratendem Polizeiapparat erwehren, sondern auch einer öffentlichen Hetzkampagne und sogar Vorbehalten in der eigenen Familie. Gleichzeitig entwickelte sich Tommy Lee Jones auf Grund der Indizien, die für Ford sprachen, vom unbarmherzigen Racheengel zur einzigen Überlebenschance

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