Sex/Life in L.A.

Dokumentarfilm | Deutschland 1997/98 | 90 (gek. 89) Minuten

Regie: Jochen Hick

Dokumentarfilm, der neun Männer porträtiert, die sich in der Porno- und Sex-Industrie von Los Angeles verdingen. Bei aller Eitelkeit der Selbstdarstellung und der Überbetonung des Körperkults offenbaren sie dabei eine tiefe Einsamkeit der Akteure, da sie wissen, daß ihnen allein ihre Jugendlichkeit für eine gewisse Zeit Anerkennung, Sex und Geld beschert. Die Darstellung einer ins Extreme gesteigerten Leistungsgesellschaft ist mitunter unnötig drastisch; dennoch wird eine moderne Gesellschaft sinnfällig, in der Riten und der vermeintlich schöne Schein das eigentliche Leben zunehmend ersetzen. (O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1997/98
Regie
Jochen Hick
Buch
Jochen Hick
Kamera
Jochen Hick
Musik
James Hardway
Schnitt
Ingrid Molnar
Länge
90 (gek. 89) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18 (gekürzt 16)
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Los Angeles gilt als das homosexuelle Epizentrum der Vereinigten Staaten, ist Tummelplatz für zahllose junge Männer, die auf schnellen Sex und schnelles Geld hoffen, und Welthauptstadt einer Porno-(Sub-)Industrie. Der Hamburger Dokumentarist Jochen Hick stellt neun dieser Männer vor, die sich als Stricher, Callboys, Pornodarsteller, Models oder Performance-Künstler betätigen und die offenherzig und oft nicht frei von Narzißmus über sich, ihr Leben und ihre Körper sprechen. Sex steht bei allen im Mittelpunkt, und rasch wird deutlich, daß diese Personengruppe wie kaum eine zweite vom Peter-Pan-Syndrom gefangen ist, vom Fluch, jung und potent sein zu müssen. Ein alternder Körper hat in dieser Welt keinen Gebrauchs- und damit auch keinen Marktwer

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