Komödie | Frankreich 1998 | 80 Minuten

Regie: François Ozon

Ein Familienvater erschießt seine Familie. Die Vorgeschichte dieser Tat zeigt eine bürgerliche Welt, deren innere Balance verloren geht, als der Vater eine Ratte als Haustier anschleppt. Fortan lassen alle Familienmitglieder ihre Hemmungen fallen und leben verdrängte Gelüste aus. Nur der Vater bleibt scheinbar ungerührt und gleichmütig. Eine nach Art der Fernseh-Sitcoms inszenierte schwarze Komödie, die mit surrealen und psychoanalytischen Symbolen spielt und dabei das Vorbild Luis Buñuel nicht leugnen kann. Die Biederkeit der gezeigten Lebenswelt wird jedoch nur selten durchbrochen, vor allem weil es den Dialogen an Tempo und Esprit mangelt.

Filmdaten

Originaltitel
SITCOM
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1998
Regie
François Ozon
Buch
François Ozon
Kamera
Yorik Le Saux
Musik
Éric Neveux
Schnitt
Dominique Petrot
Darsteller
Evelyne Dandry (Hélène, Mutter) · François Marthouret (Jean, Vater) · Marina de Van (Sophie, Tochter) · Adrien de Van (Nicolas, Sohn) · Stéphane Rideau (David)
Länge
80 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Pro-Fun (1.85:1, DS frz./dt.)
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Diskussion
Die Idee, das Fernseh-Genre der Sitcom, also der „situation comedy“, auf das Kino zu übertragen, ist zunächst weniger originell als es scheinen mag. Im Regelfall handelt es sich bei Sitcoms um in handliche Episoden zerschnittene Boulevardkomödien, in denen stets dieselben Figurentypen in den gleichen Kulissen mit immer neuen Alltagsproblemen zu kämpfen haben. Gerade das französische Kino liebt die auf engen Raum beschränkte Gesellschaftssatire; Claude Chabrol ist zuletzt in „Biester“ (fd 31 600) mit einem ländlichen Familiensitz als Schauplatz ausgekommen. Eine ähnliche Kulisse ist auch in „Sitcom“ zu sehen. Selbst die episodische Struktur der Serie hat François Ozon nur bedingt auf sein Kinodebüt übertragen. Vielmehr wollte er inhaltlich über die zumeist anspruchslos-biedere Fernsehunterhaltung hinausgehen, „keine Zensur auf m

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