Last Exit Reno

Drama | USA 1996 | 97 Minuten

Regie: Paul Thomas Anderson

Ein alternder Spieler nimmt einen jungen Mann unter seine Fittiche, der sich das Geld für das Begräbnis seiner Mutter verdienen muß. Bald sind beide ein Team, doch eine von beiden hofierte Casino-Angestellte treibt einen Keil zwischen sie, und eine Geiselnahme führt schließlich zum Scheitern der Vater-Sohn-Beziehung. Ein düsteres Spielerdrama in guter Besetzung, das durchaus auch eine Chance im Kino verdient hätte. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
SYDNEY | HARD EIGHT
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1996
Regie
Paul Thomas Anderson
Buch
Paul Thomas Anderson
Kamera
Robert Elswit
Musik
Michael Penn · Jon Brion
Schnitt
Barbara Tulliver
Darsteller
Philip Baker Hall (Sydney) · John C. Reilly (John) · Gwyneth Paltrow (Clementine) · Samuel L. Jackson (Jimmy) · F. William Parker (Geisel)
Länge
97 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Special Edition beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs sowie ein Feature mit nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 2.35:1, DS engl./dt.)
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Diskussion
Zunächst hält es der Looser John für ein unmoralisches Angebot, als ihm ein alter, distinguierter Spieler mit 50 Dollar aushelfen will. Tatsächlich gibt sich dieser Sydney uneigennützig und zeigt dem Niedergeschlagenen, wie man sich mit wenig Geld im Spielcasino so durchmogeln kann, dass es für den Lebensunterhalt reicht. Nach zwei Jahren hat sich zwischen beiden ein Vater-Sohn-Verhältnis aufgebaut, an dem der Alte festhält, obwohl ihm John und seine Freundin, die Casino-Kellnerin Clementine, manche Enttäuschung bereiten. Die ärgste ist, dass sich Clementine heimlich prostituiert. Die Situation eskaliert, als John einen ihrer Freier bewusstlos schlägt, als Geisel nimmt und Sydney zur Hilfe ruft. Der Alte setzt all seine Erfahrungen ein, um das Paar vor einem Unglück zu bewahren. Doch damit holt ihn auch seine Vergangenheit ein, von der John nichts wissen darf. In seinem (im Super35-Format gedrehten) Regiedebüt gelingt es Paul Thomas Anderson, die Vereinsamung eines Mannes und seine stille Melancholie aufzuzeigen und dahinter einen starken Willen durchschimmern zu lassen - den Willen, eine persönliche Lebensschuld abzutragen. Ein episch erzählte Geschichte mit Thrillerelementen, in der die Regie viel Sinn für Stimmungen beweist und ab und zu auch die Dinge sprechen lässt. Schade nur, dass die Hauptfigur (des alten Mannes) mitunter etwas stilisiert ist und die anderen beiden recht unglaubwürdig wirken. Ihre Rollenanlage ist unausgegoren, die Besetzung unpassend. Etwas störend wirkt auch die Konstruktion der Story am Anfang und Ende. Doch enttäuscht wird nur derjenige sein, der einen Thriller erwartete. - Ab 16.
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