Stadt der Engel

Drama | USA 1998 | 114 Minuten

Regie: Brad Silberling

Ein Schutzengel, der die Menschen und ihre Empfindungen besser verstehen möchte, verliebt sich in eine Herzchirurgin und opfert seine Unsterblichkeit, um fühlen, berühren und lieben zu können. Zwar ist sein irdisches Glück nur von kurzer Dauer, doch lernt er, daß auch Tod und Trauer Bestandteile des Lebens sind. Ein von einem überzeugenden Hauptdarsteller getragener Film, der zwar nicht gegen die Klischees der amerikanischen Liebesromanze gefeit ist, jedoch genügend Ernsthaftigkeit besitzt, um die spirituellen Dimensionen seines Themas auszuloten. Eine Auseinandersetzung mit Liebe, Leben und Tod, der es in ihren dichtesten Momenten durchaus gelingt, Trost zu spenden. (Remake von Wim Wenders' Film "Der Himmel über Berlin"; Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
CITY OF ANGELS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
Brad Silberling
Buch
Dana Stevens
Kamera
John Seale
Musik
Gabriel Yared
Schnitt
Lynzee Klingman
Darsteller
Nicolas Cage (Seth) · Meg Ryan (Maggie) · André Braugher (Cassiel) · Dennis Franz (Messinger) · Colm Feore (Jordan)
Länge
114 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Special Edition beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
DVD kaufen
Diskussion
In ihren blauschwarzen, wehenden Mänteln wirken sie wie Abgesandte einer finsteren Macht; Vampiren gleich, haben sie weder Spiegelbild noch hinterlassen sie Spuren auf Fotografien. Als eigentümliche Hybriden aus Krähe und Zombie zieht es sie bei Sonnenaufgang und -untergang zum Meeresstrand, wo sie zu sphärischen Klängen in die Wellen starren. Und doch sind es Engel, die Brad Silberling entgegen den Klischees in Szene setzt. Sie begleiten und beschützen die Menschen, auch wenn diese nicht an sie glauben, und führen sie im Moment des Todes in ein verheißungsvoll gleißendes Licht. In der Engelstadt Los Angeles beschäftigen Seth intensiver als seine Kollegen die Fragen, was es heißt, Mensch zu sein, wie es ist, jemanden zu berühren oder berührt zu werden. Mehr und mehr genügt diesem Vertreter seiner Zunft das abstrakte Wissen nicht mehr, das er aus Beobachtungen und Befragungen der Toten gewinnt. Er sehnt sich nach der körperlichen Erfahrung, die ihm als himmlisches Wesen verwehrt ist. Der Blick des Unsichtbaren bleibt an der energischen Herzchirurgin Maggie haften, die einen sterbenden Patienten nicht aufgeben will, als dieser

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren