Die Truman Show

Komödie | USA 1998 | 103 Minuten

Regie: Peter Weir

Das Leben des Versicherungsagenten Truman Burbank ist ohne dessen Wissen seit 30 Jahren Gegenstand einer weltweit live übertragenen, äußerst erfolgreichen Fernseh-"Seifenofer". Satire und Nachdenklichkeit treffen sich in Peter Weirs Film vor dem Hintergrund einer gigantischen "lebensechten" Fernsehkulisse, und der Zuschauer wird zum Voyeur der Voyeure bei Trumans allmählicher Entdeckung einer alternativen Realität. Brillant inszeniert und gespielt, nimmt der Film Medienmanipulation, Konformismus und Kommerzialisierung aufs Korn, scheut aber auch vor existentieller Fragestellungen nicht zurück. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE TRUMAN SHOW
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
Peter Weir
Buch
Andrew Niccol
Kamera
Peter Biziou
Musik
Philip Glass · Burkhard Dallwitz
Schnitt
William M. Anderson · Lee Smith
Darsteller
Jim Carrey (Truman Burbank) · Laura Linney (Meryl Burbank/Hannah Gill) · Noah Emmerich (Marlon/Louis Coltrane) · Natascha McElhone (Lauren Garland/Sylvia) · Holland Taylor (Trumans Mutter)
Länge
103 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Komödie | Drama

Heimkino

Verleih DVD
Paramount (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Peter Weir hat „Die Truman Show“ in einem Interview mit dem Pink-Floyd-Song „Wish You Were Here“ verglichen: „So you think you can tell heaven from hell, blue skies from pain...“ Unsere Welt ist voll von Situationen, in denen sich Himmel und Hölle, Freude und Schmerz nicht mehr unterscheiden lassen. Die Geschichte vom Versicherungsagenten Truman Burbank, dessen Leben unbewußt für eine live übertragene Fernsehshow herhalten muß, ist auch unsere Geschichte – die Geschichte vom Konsumenten, dessen privates Dasein unbewußt der Manipulation durch die Medien hörig ist. Jeder von uns könnte Truman Burbank sein, und Peter Weir gestattet uns, als Voyeure einem voyeuristischen Vergnügen anderer beizuwohnen: Wir schauen den Zuschauern beim Betrachten einer kalkulierten Exhibitionistennummer zu. Eine absurde Situation, aber kaum viel absurder als das Leben selbst. Das Wunder der „Truman Show“ – soviel sei gleich vorweggenommen – besteht darin, daß aus dem Voyeurismus allmählich Mitgefühl wird, sowohl auf der Leinwand als auch vor ihr.

Auf den ersten Blick scheint „Die Truman Show“ kaum ins Schaffen des heute 54jährigen Regisseurs zu passen, weder zu den mystischen Erlebnissen von „Picknick am Valentinstag“ (fd 20 381) und „Die letzte Flut“ (fd 20 916) noch zu der verfremdeten Actionstory „Der einzige Zeuge“ (fd 25 072) oder der spirituellen Herausforderung von

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