Bin ich schön?

Liebesfilm | Deutschland 1998 | 126 Minuten

Regie: Doris Dörrie

Auf der Grundlage ihrer Kurzgeschichtensammlung entfaltet Doris Dörrie einen heiter bis melancholisch gestimmten Reigen von Liebes- und Ehegeschichten, in denen es um Fragen von Glück und Verlust, Treue, Tod und Trauer geht. Der Episodenfilm lotet in seinen stärksten Momenten existentielle Themen aus, verliert sich bisweilen aber in Oberflächlichkeiten und den Fallstricken unverbindlicher Komödien. Ein überragendes Schauspieler-Ensemble und eine Reihe dichter, emotional wie intellektuell tief berührender Momente trösten über die Schwachstellen sowie die bemühte Rahmenhandlung hinweg. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1998
Regie
Doris Dörrie
Buch
Doris Dörrie · Rolf Basedow · Ruth Stadler
Kamera
Theo Bierkens
Musik
Roman Bunka
Schnitt
Inez Regnier
Darsteller
Senta Berger (Unna) · Gottfried John (Herbert) · Iris Berben (Rita) · Oliver Nägele (Fred) · Suzanne von Borsody (Lucy)
Länge
126 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Liebesfilm

Heimkino

Verleih DVD
VCL (1.85:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Doris Dörries erster Band mit Kurzgeschichten hieß „Liebe, Schmerz und das ganze verdammte Zeug“, lakonisch-prägnante Texte, mit denen die Regisseurin 1987 die literarischen Wurzeln ihrer Komödienerfolge („Männer“, fd 25 432, „Paradies“, fd 25 849) offenlegte. In knappen Sätzen und einer spürbaren Lust an mal sarkastischen, mal liebenswerten Detailbeobachtungen umriß sie darin das Gefühlschaos von Zeitgenossen, die im Durcheinander von Ansprüchen, Sehnsüchten und Manien auf der Stelle traten. Das Buch gab nicht nur Auskunft über Dörries Lieblingssujets – Beziehungskisten im bürgerlichen, dezent alternativen Milieu – , sondern auch über die Reibungsverluste bei der Umsetzung der literarischen Fantasien auf Zelluloid. Bei aller ironischen Frische fehlte den Filmen die Leichtigkeit der kurzen Form, manchmal auch der bestechende Ton scheinbar mühelos hingeworfener Miniaturen. Solche Einbußen spürt man auch in Dörries jüngstem Film, der auf der gleichnamigen Sammlung tragisch-komischer Liebes- und Ehegeschichten beruht, und einen heiter

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