Just Married

Komödie | Deutschland 1998 | 80 Minuten

Regie: Rudolf Thome

Ein Berliner Off-Kinounternehmer heiratet die Tochter eines etablierten Kinobesitzers. Schon auf der Hochzeitsreise werden ihre Interessengegensätze deutlich: Für ihn steht seine Arbeit im Mittelpunkt des Lebens, für sie sind das Zuhause und die Familie zentrale Anliegen. Der Zustand dieser Ehe wird im Abstand von einem und von zwei Jahren betrachtet, und obwohl die Krisen überwiegen, bleibt das Paar zusammen. Eine überwiegend illusionslose schwarze Komödie, die den komplexen Sachverhalt von Ehe und Liebe in einer bewußt einfachen Stationendramaturgie skizziert und ihm nur einen kleinen Funken Hoffnung abgewinnt. Thematisch reizvoll, darstellerisch eher unausgeglichen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1998
Regie
Rudolf Thome
Buch
Rudolf Thome
Kamera
Carsten Thiele
Musik
Benjamin Rinnert
Schnitt
Bernd Euscher
Darsteller
Herbert Fritsch (Friedrich Bär) · Laura Maori Tonke (Frangipani Bär) · Marquard Bohm (Willi Klein) · Johannes Herrschmann (Detektiv Harry Buntfuss) · Valeska Hanel (Elisabeth Weiss)
Länge
80 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Komödie
Diskussion
„Man muß die Dinge so nehmen wie sie sind“, sagt Willi Klein, Kinobesitzer in Berlin und eine Figur aus Rudolf Thomes Film „Just Married“. Thome, der ihm diesen Satz in den Mund schrieb, macht damit sein eigenes Credo deutlich: „Just Married“ zeigt Szenen einer durchschnittlichen, kleinbürgerlichen Ehe, wie sie eben ist, ohne die naiven Utopien von „Tigerstreifenbaby wartet auf Tarzan“ (fd 33 262), den der Regisseur unmittelbar nach „Just Married“ drehte. Hier ist alles direkter, böser, ohne Weichzeichner. Eine schwarze Komödie, die Thomes Sicht auf das Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit illustriert. Ein Pamphlet, bei dem Männer und Frauen gleich schlecht wegkommen – oder gleich gut, je nachdem.

Herbert Fritsch, der Außerirdische aus „Tigerstreifenbaby ...“, spielt hier ein

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