Feuerreiter

Biopic | Deutschland/Frankreich/Polen 1998 | 132 Minuten

Regie: Nina Grosse

Die Lebens- und Liebesgeschichte des deutschen Dichters Friedrich Hölderlin, der im Alter von 36 Jahren in eine Irrenanstalt eingewiesen wurde. Ein rückblickend erzählter Historienfilm mit bewußt persönlichem Ansatz, der zwar die deutsche Geschichte nicht ausblendet, sie jedoch zugunsten des Künstlerporträts in den Hintergrund rückt. Kein rundum gelungener Film, immerhin aber der interessante Versuch einer Annäherung an eine zerrissene Persönlichkeit, der vor allem als gediegener Ausstattungsfilm durchaus bestehen kann. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Frankreich/Polen
Produktionsjahr
1998
Regie
Nina Grosse
Buch
Susanne Schneider
Kamera
Egon Werdin
Musik
Biber Gullatz · Eckes Malz
Schnitt
Patricia Rommel
Darsteller
Martin Feifel (Friedrich Hölderlein) · Marianne Denicourt (Susette Gontard) · Ulrich Mühe (Jacob Gontard) · Ulrich Matthes (Isaac von Sinclair) · Nina Hoss (Marie Rätzer)
Länge
132 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Historienfilm

Diskussion
Das Leben des deutschen Dichters Friedrich Hölderlin – erzählt von der Mitte seines Lebens aus rückwärts, einer Mitte, die in Wirklichkeit bereits das Ende war. 1802 lebte er im freiwilligen Exil im französischen Bordeaux und erfuhr, daß die Geliebte, derentwegen er aus Deutschland geflohen war, in Frankfurt im Sterben liegt. Er eilt zu ihr und erinnert sich, wie er 1796 als „Hofmeister“ in die Familie des Frankfurter Bankiers Gontard kam und sich dort sehr schnell in die Frau des Hauses verliebte. Es ist eine Zeit der historischen Umwälzungen. Während Hölderlin und sein Freund, der Baron von Sinclair, von einer deutschen Republik träumen, fürchten sich andere vor den französischen Soldaten, die nicht nur neue Ideen über den Rhein bringen, sondern auch Krieg, Verwüstung und die Guillotine. Gontard schickt seine Familie mit dem Hauslehrer aus Furcht vor den bevorstehenden Umwälzungen nach Hamburg, wo die Liebe zwischen Hölderlin und Susette Gontard eine kurze Erfüllung findet. Nach Frankfurt zurückgekehrt, entdeckt der Bankier sehr bald das Verhältnis seiner Frau und antwortet darauf mit wiederholten Demütigungen des Dichters. Das Paar plant die Flucht. Als es nicht dazu kommt, verlangt Gontard die Trennung der Liebenden. Die folgenden zwei Jahre gelten als die produktivsten im kurzen Lebe

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