Krimi | Frankreich 1996 | 88 Minuten

Regie: Pierre Jolivet

Ein arbeitsloser Kranführer in einer Vorstadt, der sich schon seit langem um den Haushalt kümmert, während seine Geliebte in einem Chemielabor arbeitet, wird nach einem kurzen Fahrerjob von Unbekannten beobachtet. Als er mit einem ehemaligen Kollegen die inzwischen geschlossene Fabrik besichtigen will, wird der Kollege von den Männern getötet. Aus Angst, selbst verdächtigt zu werden, flieht er, vertraut sich dann aber einem desillusionierten Polizisten an. Mit einfachen Mitteln und sehr gemäßigtem Tempo erzählte Kriminalgeschichte, die untrennbar mit den Lebensumständen in den trostlosen französischen Vorstädten verbunden ist, die den Menschen keine Perspektiven bieten. Dennoch läßt der Film Raum für in kurze Szenen gefaßte Lichtblicke, für Momente funktionierender Kommunikation und von Zuneigung, die den Hauptfiguren das Überleben ermöglicht. (O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
FRED
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1996
Regie
Pierre Jolivet
Buch
Pierre Jolivet · Simon Michaël
Kamera
Patrick Blossier
Musik
Serge Perathoner · Jannick Top
Schnitt
Luc Barnier
Darsteller
Vincent Lindon (Fred) · Clotilde Courau (Lisa) · Stéphane Jobert (Michel) · Albert Dray (Yvan) · François Berléand (Barrère)
Länge
88 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Genre
Krimi

Diskussion
Fred ist arbeitslos, und das lange schon. Man merkt es an der Routine, mit der er den Haushalt erledigt, das Kind von der Schule abholt und auf seinem Fahrrad in der Gegend herumkurvt. Aber auch an der Sensibilität, mit der er Veränderungen wahrnimmt, die sich in der direkten Umgebung der Wohnung abspielen. Kaum, daß er für einen Freund einmal einen riesigen Sattelschlepper von einem Ort zum anderen gefahren hat, tauchen immer wieder Fremde auf, die danach in einem blauen Lieferwagen verschwinden. Solche Details fallen zumal gerade in Freds Wohnviertel ins Gewicht, einer Vorstadt, die nur aus weißen, genormten Reihenhäuschen, kargen Grünflächen und endlosen Straßen besteht – weder Stadt noch Land, sondern bloß „la merde“, wie es später ein Polizi

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