Action | USA 1998 | 120 (gek. 106 Video) Minuten

Regie: Stephen Norrington

Ein Zwitterwesen, halb Mensch, halb Vampir, rüstet sich zum Kampf gegen die Mächte der Finsternis und schickt gleich reihenweise jene Vampire ins Jenseits, die die Gesellschaft der Menschen unterwandert haben und die Herrschaft anstreben. Die Verfilmung einer formal wie thematisch außergewöhnlichen Comic-Geschichte als plakative Kommerzmischung aus reichlich brutalen Martial-Arts-Szenen, Hip-Hop-Musik und computergenerierten Effekten. Statt schaurig-schöner Unterhaltung im Geist der gezeichneten Vorlage reiht der Film lediglich Versatzstücke einer vermeintlichen Jugendkultur aneinander und verliert sich in substanzlosen Oberflächlichkeiten.

Filmdaten

Originaltitel
BLADE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
Stephen Norrington
Buch
David S. Goyer
Kamera
Theo van de Sande
Musik
Mark Isham
Schnitt
Paul Rubell
Darsteller
Wesley Snipes (Blade) · Stephen Dorff (Deacon Frost) · Kris Kristofferson (Whistler) · N'Bushe Wright (Karen) · Donal Logue (Quinn)
Länge
120 (gek. 106 Video) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 18; nf (gek.16) (DVD 16 & 18)
Genre
Action

Heimkino

Die umfangreiche Special Edition enthält u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, ein alternatives Filmende sowie ein Feature über die Special Effects und das Production Design. Die Extras des USA-Imports umfassen im Gegensatz zur deutschen DVD u.a. eine seperate Soundtrackspur mit Audiokommentar des Komponisten.

Verleih DVD
BMG (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.), USA Import: New Line (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl.)
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Diskussion
Prolog: Ende der 80er Jahre ist die Welt für Kino- und Comic-Liebhaber noch in Ordnung. Frank Miller skizziert in seiner brillanten Geschichte „Die Rückkehr des Dunklen Ritters“ den bereits 1939 von Bob Kane erdachten Helden Batman als zerrissenen und verbitterten Charakter, dessen Glaube an die Gerechtigkeit im konservativen Klima der Reagan-Ära zutiefst erschüttert ist. Miller revolutioniert damit den Comic-Markt und lenkt gleichzeitig die Aufmerksamkeit Hollywoods auf diese fast in Vergessenheit geratene Literaturgattung. Es folgen 1988 Tim Burtons „Batman“ (fd 27 905) und 1991 „Batmans Rückkehr“ (fd 29 703), in der die düster-pessimistische Stimmung in Millers Werk kongenial auf die Leinwand übertragen wird. Was dann passiert, läßt sich wohl nur mit dem Sicherheitsdenken und der Formelhaftigkeit des Hollywood-Mainstream-Kinos erklären. Während die Comic-Szene von einer Woge der Kreativität erfaßt wird und eine Reihe komplexer Charaktere hervorbringt, die nichts mehr mit naiven Sinnbildern des amerikanischen Traums wie den stets politisch korrekten Super-Saubermännern Captain America oder Superman zu tun haben, verarbeiten Filme wie Joel Schumachers „Batman Forever“ (fd 31 471) und „Batman & Robin“(fd 32 620), Danny Cannons „Judge Dredd“ (fd 31 493) oder Mark Dippés „Spawn“ (fd 32 805) ihre literarischen Vorlag

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